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Gleichberechtigung in der Forschung Uni Marburg fördert Frauen auf dem Weg zur Professur

Quelle: Pressemitteilung Philipps-Universität Marburg 2 min Lesedauer

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Neue Mentoring-Programme an der Universität Marburg sollen Medizinerinnen und Juristinnen auf ihrem Weg zur Professur unterstützen. Die Initiative ist Teil eines Gleichstellungsprojekts mit 25.000 Euro pro Förderrunde.

Das Mentoring-Programm „nachhaltig chancengleich!“ an der Uni Marburg will Frauen für Positionen gewinnen, in denen sie unterrepräsentiert sind (Symbolbild).(Bild:  Rolf K. Wegst)
Das Mentoring-Programm „nachhaltig chancengleich!“ an der Uni Marburg will Frauen für Positionen gewinnen, in denen sie unterrepräsentiert sind (Symbolbild).
(Bild: Rolf K. Wegst)

Auf dem Weg zur Chancengleichheit hat die Universität Marburg mit dem Projekt „nachhaltig chancengleich!“ in den vergangenen Jahren Initiativen aus verschiedenen Fachbereichen gefördert. In einem zweijährigen Rhythmus vergibt die zentrale Gleichstellungskommission in dem Programm Förderungen in einer Gesamthöhe von 25.000 Euro pro Förderrunde für strukturbildende Gleichstellungsprojekte in Fachbereichen, fachbereichsfreien Einrichtungen oder Zentren.

So hat das Alix-Westerkamp-Mentoring im Fachbereich Rechtswissenschaften zum Beispiel das Ziel, besonders interessierte und motivierte Studentinnen für eine Promotion zu gewinnen und exzellente Doktorandinnen zu einer weiteren wissenschaftlichen Karriere zu ermutigen. Das ist auch im Fachbereich Medizin wichtig. Das Medizinstudium bereitet wie das Jura-Studium auf konkrete Berufsbilder vor. Auch im Fachbereich Medizin ist der Anteil der Frauen im Professorium weitaus geringer als an den Studierenden insgesamt. Das Else-von-Behring-Mentoring Programm soll Frauen auf dem Weg zur Professur unterstützen. Es richtet sich an Personen in der Habilitationsphase und besteht aus einer Mischung aus direktem Mentoring zwischen zwei Personen, Peer-Mentoring und Weiterbildungsangeboten. Das Begleitcurriculum bietet gezielte Karriereunterstützung in familienfreundlichen Formaten und Zeiten an. Der Fachbereich Medizin war bei „nachhaltig chancengleich!“ auch mit einem Projekt zu gendersensibler Lehre erfolgreich.

Das Alix-Westerkamp-Mentoring und das Else-von-Behring-Mentoring führen hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen in jeweils fachspezifischen Netzwerken zusammen. „2017 hatten bereits fast 90 Prozent aller staatlichen Universitäten mit einer humanmedizinischen Fakultät ein eigenes Mentoring-Programm“, sagt Stefanie Wittich, die „nachhaltig chancengleich!“ im Büro der zentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Universität koordiniert.

Rückkehr nach der Elternzeit erleichtern

Nicht nur vergleichsweise umfassende Programme wie Mentoring können bei „nachhaltig chancengleich!“ eine Anschubfinanzierung beantragen. Auch andere Unterstützungsangebote sind möglich. So hat zum Beispiel der Fachbereich Biologie mit der Förderung der Universität ein Programm zur Entlastung von Wissenschaftlerinnen bei der Rückkehr aus der Elternzeit umgesetzt. Die Wissenschaftlerinnen wurden dabei von Hilfskräften unterstützt, um so mehr Zeit für die fachliche Weiterbildung zu haben. Die Ausgangslage am Fachbereich Biologie war anders als in der Rechtswissenschaft: Der Frauenanteil in der Studierendenschaft und im wissenschaftlichen Nachwuchs lag in allen Qualifikationsstufen bei über 50 Prozent, im Professorium bei unter 30 Prozent. Hilfskraftförderung für Wissenschaftlerinnen mit Kleinkindern kann leicht umgesetzt werden, lautet ein Resümee aus dem Fachbereich.

Finanziert wird „nachhaltig chancengleich!“ aus dem Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder. In zwei Förderrunden hat das Programm bisher insgesamt acht Projekte unterstützt; neben den bereits genannten Initiativen waren dies eine Ausstellung und öffentliche Podiumsdiskussion „Lebenswege von Archäologinnen – Marburg Edition“ sowie eine semesterbegleitende Workshop-Reihe zu „implicit/unconscious bias“ in der Hochschullehre, beides im Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften sowie die Entwicklung nachhaltig genderrelevanter Handlungsmöglichkeiten am Fachbereich Geographie.

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