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Bestimmung von 3-MCPD, 2-MCPD und Glycidol in Speiseöl und Speisefett
Methodenvergleich: Prozesskontaminanten automatisiert bestimmen

Ein Gastbeitrag von Jochen Vandenberg, Applikationsexperte, Gerstel GmbH & Co. KG 10 min Lesedauer

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3- und 2-Monochlorpropandiol (3-MCPD/2-MCPD), Glycidol sowie deren Fettsäureester sind klassische Prozesskontaminanten, die bei der Herstellung und Verarbeitung von Speiseölen und Speisefetten auftreten können. Der Gesundheit wenig zuträglich, steht die Dreierbande auf der Fahndungsliste der Qualitätssicherung und Lebensmittelkontrolle. Wie man auch bei der Prozesskontrolle von 2/3-MCPD und Glycidol höchst effizient vorgeht, zeigt der nachfolgende Methodenvergleich.

Abb. 1: Die Prozesskontaminanten 3-MCPD, 2-MCPD und Glycidol sowie deren Fettsäureester können bei der Herstellung und Verarbeitung wärmebehandelter Lebensmittel entstehen. Nachgewiesen wurden sie u. a. in (fettreichen) Backwaren, Säuglingsnahrung, Sojasauce und Speisefetten.(Bild:  © 151115 - stock.adobe.com)
Abb. 1: Die Prozesskontaminanten 3-MCPD, 2-MCPD und Glycidol sowie deren Fettsäureester können bei der Herstellung und Verarbeitung wärmebehandelter Lebensmittel entstehen. Nachgewiesen wurden sie u. a. in (fettreichen) Backwaren, Säuglingsnahrung, Sojasauce und Speisefetten.
(Bild: © 151115 - stock.adobe.com)

Wer die Wahl hat, hat die Qual! Das Sprichwort mag seine Berechtigung haben, wenn sich die Menüliste in der Speisekarte über viele Seiten erstreckt. Anders gestaltet sich der Umstand, steht man im Labor vor der Herausforderung, eine Aufgabe zu bewältigen, die sich auf unterschiedliche analytische Weise lösen lässt, wenn eine höhere Effizienz oder besser Ergebnisqualität im Fokus stehen oder der Kunde die Umsetzung der Methode A wünscht, das Labor mangels Equipment jedoch nur B kann. Praktisches Beispiel ist die Bestimmung von zwei Monochlorpropandiolen (2/3-MCPD) und Glycidol in Speiseölen, Speisefetten oder öl- und fetthaltigen Nahrungsmitteln.

Diese Aufgabe lässt sich auf unterschiedliche Weise lösen: mit der Differenzmethode, mit der so genannten „Unilever“-Methode, der „Zwagerman/Overman“-Methode oder der „Kuhlmann“-Methode. Wohl dem, der über das technische Equipment und applikative Know-how verfügt, die Methode bedarf- und anforderungsgemäß wählen und automatisiert durchführen zu können. Wie sich die Automatisierung der Methode und deren Umsetzung im Einzelnen gestaltet, haben Szmania et al. sowie Jasmin Zboron und Oliver Lerch (s. Referenz) im Rahmen von Applikationsvorschriften ergebnishaft dokumentiert.