02.06.2026
Grüner Wasserstoff: Präzise Messtechnik beschleunigt die Katalysatorentwicklung
Grüner Wasserstoff gilt als einer der wichtigsten Energieträger der Zukunft. Dank seiner hohen Energiedichte und der emissionsfreien Nutzung könnte er einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. Forscher weltweit arbeiten daher intensiv an effizienteren Verfahren zur Wasserstoffproduktion – im Fokus stehen dabei neue Katalysatoren und moderne Messtechnik.
Elektrolyse als Schlüsseltechnologie
Die derzeit wirtschaftlichste Methode zur Herstellung von grünem Wasserstoff ist die Elektrolyse. Dabei wird Wasser mithilfe von elektrischem Gleichstrom in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Entscheidend für die Effizienz dieses Prozesses sind die verwendeten Katalysatoren, die die chemischen Reaktionen an den Elektroden beschleunigen.
Ein großes Problem: Hochleistungs-Katalysatoren wie Platin sind teuer, während kostengünstigere Materialien häufig eine geringere Reaktionsgeschwindigkeit aufweisen. Ziel der Forschung ist deshalb die Entwicklung neuer Katalysatoren, die leistungsfähig, langlebig und gleichzeitig bezahlbar sind.
Potentiostaten unterstützen die Forschung
Zur Analyse und Entwicklung dieser Materialien kommen sogenannte Potentiostaten zum Einsatz. Mit diesen elektrochemischen Messgeräten lassen sich wichtige Eigenschaften eines Katalysators untersuchen – darunter Aktivität, Stabilität und Wirkungsgrad.
Besonders relevant sind dabei die beiden Teilreaktionen der Wasserspaltung:
die Wasserstoffentwicklungsreaktion (HER) an der Kathode
die Sauerstoffentwicklungsreaktion (OER) an der Anode
Da beide Reaktionen vergleichsweise träge ablaufen, müssen Katalysatoren die notwendige Aktivierungsenergie deutlich reduzieren.
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