Mitochondrien und Mikrozephalie (Wissenschaftsbild des Tages)
Die NASA-Sonde OSIRIS-REx entdeckte 2018 am Asteroiden Bennu eine überraschend raue, mit großen Felsbrocken bedeckte Oberfläche statt der erwarteten glatten Bereiche. Besonders rätselhaft waren frühere Messungen des Spitzer-Weltraumteleskops, die eine niedrige thermische Trägheit zeigten – typisch für Oberflächen, die sich schnell erwärmen und abkühlen.
Forscher der University of Arizona haben nun Proben des Asteroids mit Röntgen-Computertomographie und Lock-in-Thermographie analysiert. Das Ergebnis zeigt, dass die Felsbrocken nicht nur porös sind, sondern auch von ausgedehnten Rissnetzwerken durchzogen. Diese Risse erklären, warum die Oberfläche Wärme so schnell verliert: sie wirken wie Kühlkanäle, die den Wärmetransport verstärken.
Computersimulationen bestätigten, dass die gemessene thermische Trägheit bei Hochskalierung auf Felsbrocken-Größe mit den Raumfahrzeug-Messungen übereinstimmt.
Das Bild zeigt die Nahaufnahme eines Probenpartikels vom Asteroiden Bennu, rechts analysiert mit Röntgen-Computertomographie-Scanning. Diese Probe zeigt die häufigsten Arten von Rissnetzwerken, die in Bennu-Proben beobachtet wurden.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 27.3.2026 (Bild: NASA/Scott Eckley)

