Suchen

HPLC/MS-Multimethode

Mykotoxine: die unterschätzte Gefahr

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Automatisierte Vorbereitung der Proben macht’s möglich

Nach Abschluss der Entwicklungsarbeit stellte sich der Ablauf der Probenvorbereitung, vollständig automatisiert ausgeführt, wie folgt dar: Die SPE-Kartuschen werden mit Methanol und Wasser konditioniert, anschließend dosiert der MPS sieben Milliliter Probe über die Kartuschen. Das Kartuschenbett wird mit vier Millilitern Wasser gewaschen, sodann mit Stickstoffgas getrocknet. Die Elution der Analyten erfolgt mit 1,5 Millilitern Essigester. Das Eluat wird in die Multi-Position-Evaporation-Station (mVAP) überführt und bis zur Trockene eingedampft; letztlich wird der Rückstand in 500 μL des Laufmittels aufgenommen und in dieser Lösung auf die Trennsäule gegeben.

Angelegt wurde ein Lösemittelgradient (A: 5 mM Ameisensäure, B: Acetonitril; Fluss: 0,2 mL/min, 50 °C), bei der stationären Phase handelte es sich um ein C18-Reversed-Phase-Material. Detektiert wurde im positiven ESI-Modus.

Summa summarum wurde das Ziel, eine vollständig automatisierte Multimethode zum Nachweis von Mykotoxinen, namentlich Aflatoxin B1, B2, G1 und G2, Ochratoxin A, Zearalenon, T-2- und HT-2-Toxin sowie Fumonisin B1 erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Aus dem vereinfachten Analysenablauf, alle Mykotoxine unterliegen der gleichen Probenvorbereitung, resultierte eine erhebliche Zeitersparnis im Vergleich zur klassischen manuellen Vorgehensweise. Durch eine zeitliche Verschachtelung von Probenvorbereitung und Analysenlauf (Prep-Ahead-Funktion) ließ sich die Analysenzeit auf 52 Minuten für die erste Probe und auf 30 Minuten für jede weitere Probe reduzieren.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 5 Bildern

Überaus zufriedenstellende Resultate

Eine Festphasenextraktion zur Aufreinigung durchzuführen, statt teure Immunoaffinitätskartuschen zu verwenden, ermöglichte es, die Kosten pro Analyse zu senken. Obendrein gelang es, die Fluoreszenzdetektion durch die sehr viel sensitivere und selektivere MS/MS-Detektion zu ersetzen, was letztlich auch zu niedrigeren Bestimmungsgrenzen (0,1 bis 0,3 μg/kg) führte. Alles in allem deuteten auch gute statistische Parameter wie eine Wiederfindung von durchschnittlich 94,6 Prozent und eine relative Standardabweichung von im Mittel 5,2 Prozent auf die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens hin. Die Kalibrierung aller Mykotoxine war von sehr guter Linearität (s. Abb. 4) im Bereich von 0,1 bis 10 ng/mL (Aflatoxine, Ochratoxin A und Fumonisin) beziehungsweise 0,5 bis 50 ng/mL (T-2, HT-2 und Zearalenon). In der Routine erweist sich die Mykotoxin-Multimethode als stabil und zuverlässig.

Literatur:

[1] Guido Deußing, Schnell Gewissheit über geringste Aflatoxinbelastungen, LABORPRAXIS 9 (2006) 44-46

[2] Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 der Kommission vom 19. Dezember 2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln [VO(EG) Nr. 1881/2006]

* F. Chmelka, M. Mathovskaia, Dr. N. Helle: TeLA GmbH, 27624 Geestland

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43802140)