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Merck präsentiert „Future Insight Prize“ Neuer Wissenschaftspreis: Ausgezeichnete Zukunft in Sicht

| Redakteur: Christian Lüttmann

Krankheiten stoppen, die Welternährung sichern, umweltfreundlichere Energiequellen erschließen – dies sind Themen, die in Zukunft besondere Würdigung erfahren werden. Am 17. Juli 2018 hat das Unternehmen Merck nämlich einen neuen Preis ausgelobt. Mit bis zu einer Millionen Euro Prämie soll der „Future Insight Prize“ Forschungsinnovationen fördern. 2019 soll er das erste Mal verliehen werden, für ein visionäres „Pandemie-Schutzgerät“.

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Neuer Forschungspreis von Merck mit bis zu einer Millionen Euro Preisgeld
Neuer Forschungspreis von Merck mit bis zu einer Millionen Euro Preisgeld
(Bild: Merck)

Darmstadt – Im Jahr 2018 feierte das Unternehmen Merck seine 350 Jahre zurückreichende Geschichte. Highlight war die dreitägige Wissenschaftskonferenz „Curious2018 – Future Insight“, die vom 16. bis 18. Juli 2018 in Darmstadt veranstaltet wurde. Dort hatte nicht nur die Konferenz Premiere, sondern auch ein neuer Preis: Ab 2019 wird Merck den mit bis zu 1 Millionen Euro dotierten „Future Insight Prize“ über die kommenden 35 Jahre jährlich vergeben. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler, die außerordentliche Beiträge leisten, um für die Zukunft der Menschheit wichtige Innovationen in den Kategorien Gesundheit, Ernährung und Energie zu ermöglichen.

„Mit dieser Auszeichnung wollen wir bahnbrechende Wissenschaft und die innovative Entwicklung von Schlüsselprodukten oder -technologien vorantreiben, um bedeutsame Visionen zum Wohle der Menschheit zu realisieren“, sagte Dr. Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck, bei der Ankündigung des Preises auf der Curious-Konferenz.

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Erstes Traumprodukt: Ein Pandemie-Schutzgerät

Der neue Forschungspreis wird im kommenden Jahr auf der Konferenz „Curious2019“ erstmalig verliehen, und zwar in der Kategorie Gesundheit. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung eines Pandemie-Schutzgeräts – ein visionäres Produkt, das einen schnelleren Schutz vor neu auftretenden Krankheitserregern ermöglicht. Dieser so genannte Pandemic Protector soll in der Lage sein, aufkommende Krankheitserreger in kürzester Zeit zu analysieren, einen Wirkstoff zur Behandlung oder Prävention von Krankheiten zu produzieren und damit die Menschheit vor dem Ausbruch einer neuen, globalen Epidemie zu schützen.

Wie wichtig Forschungserfolge auf dem Gebiet des Pandemieschutzes sind, erklärten einige Experten am 17. Juli 2018 in einer Diskussionsrunde auf der Curious-Konferenz. „Wir können keine Grenze schließen und hoffen, dass die Pathogene draußen bleiben“, sagte Prof. Dr. Nadia G. Tornieporth von der Universität Hannover. Eine effektive Universalstrategie zur Pandemie-Eindämmung gebe es derzeit nicht, da waren sich die Diskussionsteilnehmer einig. Dabei sei es enorm wichtig, schnell wirksame Schutzmaßnahmen zu erproben. „Denn die Frage ist nicht ob, sondern wann eine neue Pandemie ausbricht“, betonte Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Leiter des Robert Koch Instituts in Berlin. Der ausgelobte Preis auf diesem Gebiet sei ein zusätzlicher Anreiz für innovative Forschungsunternehmen – und durch die Höhe des Preisgeldes auch ein Türöffner für das Siegerprojekt.

Der Wettbewerb läuft

Ein Scouting-Team wird die wissenschaftlichen Aktivitäten weltweit beobachten, um potenzielle Kandidaten für die Auszeichnung auszuwählen. Experten auf den relevanten Gebieten können ebenfalls eigene Kandidaten vorschlagen. Die ausgewählten Wissenschaftler werden anschließend aufgefordert, ihren Forschungsbeitrag bei einer Jury einzureichen, die sich aus renommierten Wissenschaftlern und hochrangigen Führungskräften – sowohl von Merck als auch extern – zusammensetzt. Die Auszeichnung wird an einen Preisträger vergeben, um dessen zukünftige Forschung auf diesem Gebiet zu fördern.

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Ausblick: Die ersten vier Preiskategorien

Der Future Insight Prize in den folgenden Jahren wird für die nachstehenden vier Themen verliehen:

  • 2019: Pandemic Protector – unbekannte Krankheitserreger identifizieren und in ausreichend kurzer Zeit Gegenmittel entwickeln – in einem Gerät (Kategorie Gesundheit)
  • 2020: Multi-Drug Resistance Breaker – Lösung des Problems der antibakteriellen Resistenz gegen zahlreiche Antibiotika (Kategorie Gesundheit)
  • 2021: Food Generator – Technologie, die einen Beitrag zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung leistet (Kategorie Ernährung)
  • 2022: CO2-to-Fuel Converter – Treibstofferzeugung durch photokatalytische Umwandlung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre (Kategorie Energie)

Alle zukünftigen Forschungsprojekte, die mit diesem Preis ausgezeichnet werden, sollen dazu beitragen, die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen für die spätere Realisierung so genannter „Traumprodukte“ zu schaffen. Nach dem „Pandemic Protector“ werden die folgenden Jahre dann unter neuen Themenschwerpunkten stehen.

Mehr zum Future Insight Prize erfahren Sie auf der entsprechenden Microsite von Merck.

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