Schnittstellen im Labor Ohne Standard, keine optimale Digitalisierung
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Labore sind so genannte Multi-Vendor-Arbeitsumgebungen, d. h. im Labor kommen Geräte von zahlreichen Herstellern zum Einsatz. Dr. Janina Bolling erläutert im LP-Interview u. a., warum daher ein gemeinsamer Schnittstellenstandard so wichtig ist.
Frau Dr. Bolling, seit 2020 arbeitet eine Projektgruppe unter der Federführung von Spectaris an einem gemeinsamen Labor-Schnittstellenstandard. An welchen Punkt steht das Projekt gerade?
Dr. Janina Bolling Die Idee hinter dem Laboratory & Analytical Device Standard (LADS) war der Anspruch, diesen neu entwickelten Kommunikationsstandard als Wegbereiter für die digitale Transformation im Labor anzusehen. Aus der Mitgliedschaft des Fachverbandes Analysen-, Bio- und Labortechnik von Spectaris e.V. wurde 2019 der Bedarf an einer einheitlichen Kommunikationsschnittstelle für die Laborbranche erkannt und an den Verband herangetragen, mit der Bitte, gemeinsam eine Lösung „aus der Branche für die Branche“ zu erarbeiten. Ziel war es, sowohl die Vernetzung von Geräten als auch die Integration in Applikationen wie Electronic Laboratory Notebooks (ELN) oder Laborinformationsmanagement-Systeme (LIMS) in bestehende IT-Infrastrukturen zu ermöglichen. Daraus entwickelte sich zusammen mit Unterstützung der Spectaris-Mitgliedsfirmen, weiterer Partner und internationalen Verbänden das vierjährige Projekt, das am 14. Dezember 2023 zum offiziellen Release von LADS OPC UA führte. Die neue Spezifikation basiert auf dem global etablierten Standard OPC UA (Open Platform Communication Unified Architecture), welcher als ideales Framework für die Vernetzung im Labor ausgewählt wurde.
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