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Ergebnisse und Fazit
Die Ergebnisse des Ringversuches finden Sie als Auszug aus dem Abschlussbericht über den InfoClick. Als einziges am Ringversuch teilnehmendes Labor hat das LfU die Wasserproben mittels SBSE behandelt. Die SBSE-Methode wird am Bayerischen Landesamt für Umwelt sowohl zur Bestimmung ausgewählter Pestizide als auch zum Nachweis schwerflüchtiger halogenierter Kohlenwasserstoffe (SHKW) eingesetzt. Die Methode erfordert nur rund ein Fünftel der Zeit herkömmlicher Techniken. Alle geforderten Parameter, einschließlich beta-HCH, wurden erfolgreich bestimmt; Ausnahmen bildeten Dimethoat und Triadimefon, da diese nicht im Parameterumfang des LfU enthalten waren.
Sämtliche Zu-Scores lagen unter 1 und damit 12,5 Prozent unter der genannten Vergleichsstandardabweichung. Damit wird deutlich, dass die SBSE-GC/MS-Methode mindestens gleichwertig mit den für den Nachweis von Pestiziden und schwerflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffverbindungen eingesetzten klassischen Methoden ist. Die mit der SBSE-GC/MS erhaltenen Ergebnisse sind als sehr gut zu klassifizieren. Verwendet wurden isotopenmarkierte interne Standards, um Sorptionsschwankungen auszugleichen. Die resultierenden Bestimmungsgrenzen sind sehr niedrig. Die SBSE erfüllt daher die Anforderungen der TrinkwV hinsichtlich des Nachweises von Pestiziden. Die vorliegende Methode lässt sich mit Erfolg auch für die Untersuchung von Oberflächengewässer einsetzen und ist damit für die Untersuchung einiger prioritärer Stoffe gemäß Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG vom 20.12.2000) geeignet.
Literatur
[1] Maylan, M. W.; Howard, P. H. Atom/Fragment contribution method for estimating octanolwater partition coefficients. J. Pharm. Sci. 1995,84, 83-92.
*Dr. M. Sengl und S. Krezmer, Bayerisches Landesamt für Umwelt, Referat 75, 80539 München
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