Polymerkapseln, die sich selbst entsorgen (Wissenschaftsbild des Tages)
Fischembryonen steuern ihren Schlüpfzeitpunkt aktiv durch das Neurohormon Thyrotropin-Releasing-Hormon (TRH). Dies fanden Wissenschaftler nun heraus: Das Hormon setzt Enzyme frei, die die Eierschale auflösen.
Diese Entdeckung zeigt, dass Embryonen keine passiven Akteure sind, sondern aktiv lebenswichtige Entscheidungen treffen. Das so genannte Hatching, ein kritischer Moment für alle Eiergelege-Arten, erfordert perfektes Timing, um das Überleben zu sichern. Ohne TRH können die Enzyme nicht freigesetzt werden, was zum Tod des Embryos führt.
Diese bahnbrechende Erkenntnis hat Auswirkungen auf die Evolutionsforschung und eröffnet neue Perspektiven für die Neurobiologie und Umweltanpassung bei Wirbeltieren. Das Bild zeigt einen Zebrafisch Embryo
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Wissenschaftsbild des Tages vom 07.01.2025 (Bild: Dr. Deodatta Gajbhiye)

