Polymerkapseln, die sich selbst entsorgen (Wissenschaftsbild des Tages)
Ein Parkinson-Medikament verursacht Eisenmangel im Darm und fördert so das Wachstum von E. coli. Diese Bakterien besitzen ein effizientes System zur Eisenaufnahme, was zu einem Ungleichgewicht im Darm führt. Aus dem Ungleichgewicht resultierend, werden pathogene Mikroben begünstigt. Diese Entdeckung von Forschern der Universität Wien hilft dabei, Arzneimittel-Mikrobiom-Wechselwirkungen besser zu erforschen. Um die Nebenwirkungen solcher Medikamente zu mildern, soll die Eisenverfügbarkeit im Darm gezielt unterstützt werden.
Das Bild zeigt aktive Darmmikroben mithilfe chemischer Bildgebung. Die Aktivität der Mikroben wird anhand der Menge der C-D-Bindungen detektiert. Nach einer kurzen Inkubation mit schwerem Wasser, Kulturmedium und einem Medikament werden verschiedene chemische Bindungen (hier C-D und C-H) in der Stuhlprobe in Gelb und Grün dargestellt, ihr Verhältnis in Gelb-Violett (links). Ausgewählte Mikroben werden im gleichen Bildbereich mit fluoreszenzmarkierten Oligonukleotid-Sonden in Cyan detektiert.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 5.12.2024 (Bild: Xiaowei Ge (Boston University))

