Polymerkapseln, die sich selbst entsorgen (Wissenschaftsbild des Tages)
Forscher der Ohio State University haben eine neue Strategie zur Reparatur von Rückenmarksverletzungen entdeckt: Sie nutzen die Flexibilität von Perizyten, das sind Zellen in den kleinsten Blutgefäßen.
In Experimenten mit Mäusen führten die Wissenschaftler ein rekombinantes Protein am Verletzungsort ein. Dadurch veränderten die Perizyten ihre Form und bildeten „zelluläre Brücken“, die das Nachwachsen von Axonen unterstützen, den langen Ausläufern von Nervenzellen. Die Mäuse zeigten nach einer einzigen Injektion des Wachstumsfaktor-Proteins eine bemerkenswerte Regeneration der Axone und gewannen die Bewegungsfähigkeit ihrer Hinterbeine zurück.
Das Bild zeigt Perizyten, in blau, und Gefäße, in rosa, an der Läsionsstelle einen Monat nach einer Rückenmarksverletzung bei einer erwachsenen Maus.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 29.4.2025 (Bild: Andrea Tedeschi/The Ohio State University)

