Polymerkapseln, die sich selbst entsorgen (Wissenschaftsbild des Tages)
Basalzellkarzinome (BCCs) sind weit verbreitete Hautkrebsarten. Trotz ihrer hohen Mutationsrate besitzen sie eine überraschend niedrige Immunogenität – d.h. die Fähigkeit, eine Immunantwort im Körper hervorzurufen. Eine Studie des Massachusetts General Hospital unter der Leitung von Dr. Shawn Demehri legt nun nahe, dass ein Unterdrückung der Antigenpräsentation hierfür verantwortlich ist.
Initiiert wird die Unterdrückung durch die Ursprungszellen des Tumors. BCCs zeigen niedrige Expression menschlicher Leukozytenantigene (HLA Klasse I), was die Erkennung durch spezielle Immunzellen (CD8+ T-Zelle) erschwert. Im Vergleich zu Plattenepithelkarzinomen (SCCs) weisen BCCs weniger T-Zellen innerhalb des Tumorgewebes auf, was zu ihrer geringen Immunogenität beiträgt. Ein Protein (Foxc1) unterdrückt dabei in BCC-Zellen die Leukozytenantigene-Expression über epigenetische Wege, ähnlich wie in ruhenden Haarfollikel-Stammzellen.
Doch es gibt Hoffnung: Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass die Behandlung mit einer speziellen Wirkstoffkombination in präklinischen Studien vielversprechende Ergebnisse in der BCC-Bekämpfung zeigt. Diese Kombination könnte die Wirksamkeit der BCC-Behandlung erheblich verbessern, bedarf aber weiterer klinischer Forschung.
Auf dem Bild zu sehen sind Tumorzellen, die das Protein Foxc1 (rot) exprimieren, welches die HLA-Klasse-I (grün) in den Tumorzellen unterdrückt.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 24.4.2025 (Bild: Shawn Demehri, Massachusetts General Hospital)

