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10 Jahre Carl Roth Förderpreis Preis würdigt nachhaltige chemische Forschung

Quelle: Pressemitteilung Carl Roth GmbH & Co. KG 4 min Lesedauer

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Forschung für eine nachhaltigere Chemie sind ein wichtiger Schlüssel zur Lösung wichtiger Zukunftsfragen. Das Unternehmen Carl Roth vergibt zur Förderung dieser Forschung seit zehn Jahren einen Preis für junge Wissenschaftler. In diesem Jahr erhielt ihn der Göttinger Forscher Tristan von Münchow.

Verleihung des Carl-Roth-Förderpreis 2024 (v. l.: Prof. Dr. Anke Krüger (Universität Stuttgart, Vorstand der GDCh), Preisträger Tristan von Münchow (Universität Göttingen, Gruppe Prof. Dr. Ackermann), Prof. Dr. Michael Meier (Laudator, Karlsruhe Institute of Technology, KIT), Dr. Christopher Deck (Wissensmanagement Chemie, Carl Roth))(Bild:  GDCh/Johannes Voigt)
Verleihung des Carl-Roth-Förderpreis 2024 (v. l.: Prof. Dr. Anke Krüger (Universität Stuttgart, Vorstand der GDCh), Preisträger Tristan von Münchow (Universität Göttingen, Gruppe Prof. Dr. Ackermann), Prof. Dr. Michael Meier (Laudator, Karlsruhe Institute of Technology, KIT), Dr. Christopher Deck (Wissensmanagement Chemie, Carl Roth))
(Bild: GDCh/Johannes Voigt)

Die Carl Roth GmbH + Co. KG ist ein Laborchemie-Großhandelsunternehmen mit Sitz in Karlsruhe. Es besteht seit über 140 Jahren und beliefert international Firmen, Laboratorien und wissenschaftliche Einrichtungen mit mehr als 36.000 Artikeln aus Laborbedarf, Life-Science und Chemikalien.

In den letzten Jahren ist bei Carl Roth der Aspekt der Nachhaltigkeit zunehmend in den Fokus gerückt und man möchte die Kunden durch vielfältige Maßnahmen auf dem Weg in eine umweltfreundlichere Forschung begleiten. Aber auch ein zweites Thema ist seit vielen Jahren eine Herzensangelegenheit der Firma: die Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses.

Seit dem Jahr 2014 würdigt die Carl Roth daher junge Wissenschaftler jährlich mit dem Carl-Roth-Förderpreis, der für besondere Leistungen in den Bereichen ressourcenschonende Synthesewege und innovative Chemikalienanwendungen verleihen wird. Um den Preis können sich alle Nachwuchsforscher der chemischen Wissenschaften bewerben, deren Studienabschluss (Diplom oder Master) weniger als fünf Jahre zurückliegt. Berücksichtigt werden sowohl Bewerbungen von Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen als auch von den Nachwuchwissenschaftlern selbst. In diesem Jahr erhielt Tristan von Münchow den Förderpreis für seine innovative Forschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Er beschäftigte sich mit der der umweltschonenden organischen Synthese mittels elektrochemischer C–H-Aktivierung.

Unabhängige Jury namhafter Forschungseinrichtungen

Federführend in der aktuellen Jury war Prof. Dr. Michael A. R. Meier vom KIT Karlsruhe. Als weitere Juroren waren Prof. Dr. Lena Daumann von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, Prof. Dr. Ivana Fleischer von der Tübinger Eberhard-Karls-Universität, Prof. Dr. Lutz Greb von der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg, Prof. Dr. Kerstin Leopold von der Universität Ulm, Prof. Dr. Regina Palkovits von der RWTH Aachen University und Annika Schmidt, eine der beiden Vorsitzenden des Jungchemiker-Forums Dortmund. Der Sponsor Carl Roth war durch seinen Geschäftsführer André Houdelet vertreten.

Für André Houdelet, den Geschäftsführer von Carl Roth, hat der Förderpreis einen sehr hohen Stellenwert: „Alljährlich finden wir uns in gespannter Erwartung auf die eingereichten Themen – und alljährlich sind wir begeistert über Qualität und kreativen Forschergeist, der aus den Bewerbungen strahlt. So konnte auch in jedem der vergangenen Jahre eine Entscheidung erst nach ausgiebiger Beratung der hochkarätig besetzten Jury erreicht werden. Es erfüllt uns als Firma Carl Roth mit Freude und Stolz, den wissenschaftlichen Nachwuchs mit diesem Förderpreis unterstützen zu können.“

Die Preisträger von 2014 bis 2023
  • 2014 Juliette Halli: Für ihren weitgehend abfallfreien Syntheseweg zur Herstellung von mehr als 50 teils neuen Verbindungen wurde Juliette Halli von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main ausgezeichnet.
  • 2015 Daniel Volz: Der Mitarbeiter des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wurde für seine Arbeiten auf dem Gebiet der organischen Leuchtdioden (OLED) geehrt.
  • 2016 David Fabry: Fabry von der RWTH Aachen erhält Kiel für seine außergewöhnliche Forschung im Bereich der C-H-Aktivierung und Photoredox-Katalyse mit sichtbarem Licht den Carl-Roth-Förderpreis 2016.
  • 2017 Sven Herrmann: Dr. Herrmann erhielt die Auszeichnung für seine Arbeiten an der Universität Ulm zur Synthese und den Eigenschaften von Polyoxometallat-basierten ionischen Flüssigkeiten. Darüber hinaus entwickelte er auf der Basis seiner Forschung ein innovatives Filtermaterial für die Wasseraufbereitung, das bereits zum Patent angemeldet wurde.
  • 2018 Anne Fuhrmann: Ausgezeichnet wurde Anne Fuhrmann (Humboldt-Universität zu Berlin) in Würdigung ihrer Grundlagenforschung, die sich mit Polymermaterialien und deren „Heilbarkeit“ mit Licht unter Nutzung an- und abschaltbarer Moleküle beschäftigt. Das Ziel ihrer Doktorarbeit ist ein Produkt, dessen funktionale Polymerbeschichtung im Falle eines zugefügten Schadens beliebig oft repariert werden kann. So kann ein kostenaufwändiger und umweltbelastender Austausch des gesamten Produktes vermieden werden.
  • 2019 Dennis Vogelsang: Dennis Vogelsang von der TU Dortmund hat den Carl-Roth-Förderpreis 2019 erhalten. Mit seiner Forschung zur homogenen Katalyse und deren Selektivität will der Preisträger die industrielle Gewinnung von hochwertigen und reinen Produkten aus erneuerbaren Biomaterialien möglich machen.
  • 2020 Maximilian Benz: Benz erhielt den Förderpreis für seine Arbeiten zur miniaturisierten und parallelisierten on-chip-Synthese. Er entwickelte neue Technologien, um damit neue bioaktive Verbindungen zu gewinnen und diese im Hochdurchsatz-Screening zu charakterisieren. Das von ihm entwickelte System erzielt schnelle Umsätze und verbraucht dabei wenig Stoffmenge.
  • 2021: Keine Vergabe des Förderpreises
  • 2022 Jacob Schneidewind: Dr. Jacob Schneidewind ist Preisträger des Carl-Roth-Förderpreises 2022 in Anerkennung für seine Masterarbeit, in der er auf dem aktuellen Gebiet der Hydrierung von CO2 mit einem Cobalt-Katalysator gearbeitet hat. Auch die Ergebnisse seines Promotionsprojektes zur lichtgetriebenen Wasserspaltung sind herausragend und überzeugte die Auswahlkommission ebenfalls.
  • 2023 Simon B. H. Karnbrock: Simon B. H. Karnbrock von der Georg-August-Universität Göttingen wurde mit dem Carl-Roth-Förderpreis ausgezeichnet für seine herausragende Leistung in seiner Masterarbeit. Er entwickelte den ersten phosphorbasierten Organokatalysator, der Redoxprozesse durch eine Phosphor-Liganden-Redoxkooperation unterstützt.

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