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Plastikmüll in Life-Sciences-Laboren

Ran an den Abfall: In 5 Schritten zu weniger Plastikmüll im Labor

| Autor / Redakteur: Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt* und Julian David Senn** / Dr. Ilka Ottleben

Abb. 1: In vielen Laboren fallen täglich mehrere Säcke mit Verbrauchsmaterialien wie Zellkulturflaschen, Pipettenspitzen, Laborhandschuhen und Verpackungen an. Muss das alles sein?
Abb. 1: In vielen Laboren fallen täglich mehrere Säcke mit Verbrauchsmaterialien wie Zellkulturflaschen, Pipettenspitzen, Laborhandschuhen und Verpackungen an. Muss das alles sein? (Bild: ©luchschen - stock.adobe.com)

Pipettenspitzen, Nitrilhandschuhe, Zellkulturflaschen – allein in Life-Sciences-Laboren fallen jährlich 5,5 Millionen Tonnen Plastikmüll an. Im Zeitalter der globalen Vermüllung und der Allgegenwärtigkeit von Plastik in unserer Umwelt eindeutig zu viel. Nicht alles lässt sich ändern, aber einiges doch. Lesen Sie hier, wie Sie mit kleinen Umstellungen im Laboralltag Ihren „Footprint“ verringern können.

Weltweit werden immer mehr Kunststoffe produziert und große Mengen davon landen ungehindert in der Umwelt. Bilder von vermüllten Stränden und riesigen Plastikstrudeln aus Einweg-Verpackungen und Konsumgütern in den Weltmeeren haben diese Problematik in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Höchste Zeit, sich auch als Naturwissenschaftler einmal im eigenen Labor umzuschauen und die Frage zu stellen, welchen Beitrag der und die Einzelne leisten kann, um den Müllberg von 5,5 Millionen Tonnen, der allein in Life-Sciences-Laboren jährlich anfällt, zu reduzieren [1].

Natürlich sind es Eigenschaften, wie die Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln und Chemikalien, die (meist) niedrigeren Herstellungskosten, das geringe Gewicht und die schier unendlichen Möglichkeiten, den Kunststoff an den gewünschten Einsatzbereich anzupassen, die die Verwendung rechtfertigen. Andererseits stellt sich die Frage, ob in einem Labor tatsächlich pro Tag mehrere Säcke mit Verbrauchsmaterialien wie Zellkulturflaschen, Pipettenspitzen, Laborhandschuhen und Verpackungen anfallen müssen? Was kann ersetzt werden, wie kann sinnvolles Recycling helfen und wie können zukünftige Lösungen aussehen?

* Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt: NIUB-Nachhaltigkeitsberatung, 79112 Freiburg

* **J. D. Senn: Leuphana Universität Lüneburg, 21335 Lüneburg

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