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Gemeinsam entwickelt
Im Labor „Silicon Elastomere QC Labor 2“ ist plötzlich ein Dröhnen zu hören: Heavy-Metal-Klänge erinnern das junge ambitionierte und aufgeweckte Team um den Labormanager Winter, dass eine Probe aus dem „Ofen“ geholt werden muss – unverzüglich. Rasant ist das Arbeitstempo auch dank des wohlüberlegten Datenkommunikationssystems, dessen LIMS-SAP-Schnittstelle eigens von Wacker und Anton Paar gemeinsam für die Arbeit mit und an den Anton-Paar-Rheometern entwickelt worden ist. „Wir könnten nie diese Menge an Proben fehlerfrei bearbeiten, wenn wir nicht diese Schnittstelle hätten“, erklärt Winter, „ab dem Moment, in dem wir eine Probe zum Vermessen bekommen, geht alles blitzschnell. Wir arbeiten mit Barcodes und fertig definierten Arbeitsmappen, der Disponent oder Forscher hat die Ergebnisse in kürzester Zeit auf seinem PC.“
Peter Winter ist seit mehr als 20 Jahren Rheologie-Labormanager, vorher war er im Bereich Nassanalytik beschäftigt. Die rheologische Analytik für Silicone ist inzwischen zu seiner Leidenschaft geworden: „Komplexe Themen reizen mich. Ich bin über die Rheologie gestolpert und sie hat mich nicht mehr losgelassen“, lacht der energiegeladene Wackerianer, wie die Leute bei Wacker und auch in der Umgebung die vielen im Konzern Beschäftigten nennen. Sehr oft wird Winter von seinen Kollegen zu speziellen Problemstellungen befragt, er liefert der Forschung wertvolle Hinweise und gilt auch an den Standorten in China und Korea (Produktion von Siliconölen und -polymeren) als der Rheologie-Experte von Wacker. „Wir schalten uns per VNC-Viewer auf die Geräte unserer Tochterfirmen und können in Burghausen am Bildschirm alles mitverfolgen. Solche Beratungen über große Entfernungen in Echtzeit kommen recht häufig vor“, aber immer wieder ist Winter auch vor Ort und gibt sein Know-how, das mittlerweile zu definierten Wacker-Standards geführt hat, an die neuen Kollegen weiter, damit es an den neuen Standorten nicht zu Wissens- und Messverlusten kommt.
Zum Standard in seinem Labor ist auch das tägliche Kalibrieren geworden. Noch genauer geht’s nicht. „Eventuelle Messfehler müssen einfach sofort bemerkt werden, das möchte ich garantieren können. Bei dieser Gelegenheit haben wir erkannt, wie konstant die Rheometer der MCR-Serie eigentlich laufen. Das ist natürlich beruhigend.“ Peter Winter mag die Trugap-Funktion des Anton-Paar-Rheometers , die den tatsächlichen Messspalt ermittelt – „sogar der Einfluss der Handtemperatur des Anwenders wird ausgeglichen“ –, die Peltiertemperierung der MCRs – „man ist nicht mehr von einem Thermostaten abhängig“ – und die Temperierhaube besonders gern. Er benutzt sie u.a. zum Schutz gegen Luftfeuchtigkeit: „Man kann damit trocken arbeiten.“
An Ideen mangelt es nie, auch nicht an Lösungen. Denn die jahrzehntelange Rheometer-Erfahrung hat schon oft dazu geführt, dass einem Wacker-Kunden nützliche Spezialinformationen zu eventuellen Fallen in seiner Qualitätskontrolle angeboten werden konnten.
Lösungen, Lösungen, Lösungen
Wacker legt größten Wert auf Lösungsorientierung, das Wohlbefinden aller Mitarbeiter und den Umweltschutz. Wie innovativ der Chemiekonzern ist, zeigt sich an den unzähligen Patenten und Marken, die der Chemiekonzern sein Eigen nennen kann, und am „Best-Innovator-Award“ in der Kategorie Chemie, den Wacker 2011 für sein Innovationsmanagement erhalten hat. Eine der jüngeren Entwicklungen präsentiert uns Peter Winter gern, es ist eine der Wacker-Erfolgsstorys: Semicosil ist ein Siliconkautschuk, der als Beschichtung elektronische Baugruppen gegen mechanische und chemische Einflüsse schützt. Semicosil UV sind Silicongele bzw. Siliconelastomere, die durch UV-Bestrahlung aktiviert und ausgehärtet werden können. Das Produkt bietet den Vorteil einer sehr schnellen Aushärtung im Bereich von Sekunden bis Minuten, was den Industriepartnern Zeit und Kosten spart. „Ein Highlight, das vom Markt sehr stark angenommen worden ist“, freut sich Peter Winter, dessen Team zum Erfolg des Projektes beigetragen hat. Auch die soziale Verantwortung, die dem Konzern ein großes Anliegen ist, ist für den Labormanager, der viele Jahre in der Jugendarbeit tätig war, selbstverständlich: Er hat immer ein Ohr für seine Mitarbeiter, die Kritik äußern und Ideen einbringen, das Arbeitsklima ist spürbar gut.
Die Burghauser kennen und schätzen Wacker nicht nur als guten und fairen Arbeitgeber, sondern auch als verantwortungsbewusstes Unternehmen. Sie wissen, dass der Umweltschutz nicht nur auf dem Papier ein Thema ist. Durch zahlreiche Produktivitätsmaßnahmen, insbesondere durch das Energieeffizienzprogramm Power Plus, konnte der Konzern seinen Energieverbrauch seit 2007 um 22 % senken. Ziel ist es, bis 2022 ca. 33 % der eingesetzten Energie einzusparen. Außerdem ist Wacker – um ein weiteres Beispiel zu nennen – der einzige Hersteller, der das Aroma Cystein aus pflanzlichen Rohstoffen und unter Einsparung von 96 % der sonst notwendigen Salzsäure produziert. n
* M. Atas: Anton Paar Germany GmbH, 73760 Ostfildern
* *C. Maitz: Anton Paar GmbH, 8054 Graz/Österreich
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