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Auszeichnung Saarbrücker Pharmazie-Doktorand erhält Promotionspreis der Dechema

| Redakteur: Doris Popp

Der Saarbrücker Nachwuchswissenschaftler Dr. Dominik Pistorius wurde für seine Promotionsarbeit mit dem Doktorandenpreis für Naturstoffforschung der Dechema ausgezeichnet.

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Dr. Dominik Pistorius wurde mit dem Doktorandenpreis für Naturstoffforschung ausgezeichnet. (Bild: Universität des Saarlandes)
Dr. Dominik Pistorius wurde mit dem Doktorandenpreis für Naturstoffforschung ausgezeichnet. (Bild: Universität des Saarlandes)

Saarbrücken – Den mit jeweils 500 Euro dotierten Doktorandenpreis für Naturstoffforschung erhielten Dr. Dominik Pistorius und zwei weitere junge Wissenschaftler für ihre herausragenden Doktorarbeiten in der Naturstoffforschung. Pistorius hat seine Arbeit bei Prof. Rolf Müller, Direktor des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und Lehrstuhlinhaber für Pharmazeutische Biotechnologie an der Saar-Uni, angefertigt. Sie trägt den Titel „Deciphering novel mechanisms of bacterial secondary metabolite biosynthetic pathways“ und untersucht den Stoffwechsel von Myxobakterien, einer Ordnung bodenbewohnender Bakterien, die eine große Anzahl unterschiedlicher bioaktiver Naturstoffe hervorbringen.

In seiner Arbeit beschäftigte sich Dr. Pistorius unter anderem mit der Biofilmbildung von Bakterien, die als wichtige Ursache für die Entwicklung von Antibiotika-Resistenzen gilt. Die Bakterien kommunizieren dabei über einen bestimmten Botenstoff, den so genannten PQS, miteinander. Pistorius konnte die Funktionsweise des Enzyms, das eine Vorstufe dieses Botenstoffs produziert, aufklären. Über eine gezielte Störung der Enzymaktivität könnte es somit zukünftig möglich sein, die Biofilmbildung zu verhindern. Außerdem untersuchte Pistorius, der mittlerweile bei der Novartis Pharma AG arbeitet, bestimmte Bereiche des Bakteriengenoms. Mittels einer so genannten „Genome Mining“-Strategie machte er ein Gen ausfindig, das für die Synthese von Rhizopodin verantwortlich ist. Dieser Naturstoff könnte beispielsweise in der Krebstherapie Verwendung finden, da er das Zellwachstum stört.

Die Preise werden jährlich von der Dechema und dem Dechema-Arbeitsausschuss „Niedermolekulare Naturstoffe mit biologischer Aktivität“ für herausragende Arbeiten des letzten Jahres auf dem Gebiet der Naturstoffforschung verliehen.

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