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Eppendorf & Science Prize for Neurobiology 2021 Schaltkreise des Hungers erforscht

Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Warum sind wir unkonzentriert oder schnell gereizt, wenn wir nichts gegessen haben und woher wissen wir, wann wir aufhören sollten zu essen? Ob wir Hunger haben oder satt sind, beeinflusst ganz wesentlich wie wir unsere Welt wahrnehmen. Warum das so ist, hat nun eine junge US-amerikanische Forscherin herausgefunden und ist dafür mit dem Eppendorf & Science Prize 2021 for Neurobiology ausgezeichnet worden.

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Die amerikanische Wissenschaftlerin Amber L. Alhadeff, Ph.D., Principal Investigator am Monell Chemical Senses Center und der University of Pennsylvania, USA, hat den Eppendorf & Science Prize for Neurobiology 2021 für ihre Arbeiten zur Darm-Hirn-Kontrolle von Hungerschaltkreisen gewonnen.
Die amerikanische Wissenschaftlerin Amber L. Alhadeff, Ph.D., Principal Investigator am Monell Chemical Senses Center und der University of Pennsylvania, USA, hat den Eppendorf & Science Prize for Neurobiology 2021 für ihre Arbeiten zur Darm-Hirn-Kontrolle von Hungerschaltkreisen gewonnen.
(Bild: Eppendorf AG)

Hamburg – Hungrig oder satt? Hunger beeinflusst unser Verhalten, unsere Stimmung, unsere Entscheidungen und sogar unsere Risikobereitschaft. Die amerikanische Wissenschaftlerin Dr. Amber L. Alhadeff, Principal Investigator am Monell Chemical Senses Center und der University of Pennsylvania, USA, hat den Eppendorf & Science Prize 2021 for Neurobiology für ihre Arbeit über die Kontrolle der Hungerschaltkreise zwischen Darm und Gehirn gewonnen.

„Eppendorf und Science verleihen diesen Preis gemeinsam seit 20 Jahren. Das ist eine großartige Tradition“, sagte Eva van Pelt, Co-Vorstandsvorsitzende Eppendorf SE und ergänzt „auch das Coronavirus hält uns nicht davon ab, herausragende Forschung auszuzeichnen und zu feiern". „Es macht mir Freude zu beobachten, wie sich die Karrieren unserer Preisträger im Laufe der Zeit entwickeln und sie zu echten Meinungsführern auf ihrem Gebiet werden.“

Ausgezeichnete Forschung im Zeichen der Sinne

Bei der virtuellen Preisverleihung ebenfalls anwesend waren neben der diesjährigen Preisträgerin auch die beiden weiteren nominierten Dr. Justin Rustenhoven, von der Washington University in St. Louis, USA, der seine Arbeit im Essay: „Ein privilegiertes Gehirn “ vorstellte sowie Dr. Andreas J. Keller vom Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel und der Universität Basel, der wiederum seine nominierte Arbeit im Essay: „Versteckt im Blickfeld – Kontext steuert die Aktivität sensorischer Neuronen“.

Und auch bei der mit dem Eppendorf & Science Prize 2021 for Neurobiology ausgezeichneten Arbeit von Dr. Amber L. Alhadeff geht es natürlich um Sinneswahrnehmungen: Alhadeffs Forschung hat gezeigt, wie hungerempfindliche Neuronen im Gehirn Signale aus dem Magen-Darm-Trakt empfangen und wie sie die Nahrungsaufnahme und andere Überlebensstrategien beeinflussen. Ihre Arbeit hilft bei der Beantwortung von Fragen wie der, warum wir uns anders verhalten, wenn wir nichts gegessen haben und woher wir wissen, wann wir aufhören sollten zu essen. Ihre Forschung hat deutlich gemacht, wie Lebensmittel unsere Gehirnaktivität beeinflussen und warum wir die Welt anders wahrnehmen, wenn wir hungrig oder satt sind.

Wie Hunger unsere allgemeine Wahrnehmung der Welt beeinflusst

„Amber Alhadeff hat in einem hervorragenden Essay beschrieben, wie die Neuronen, die den Hunger kodieren, durch das, was wir essen, moduliert werden und wie sie unser Verhalten verändern können“, erklärte Dr. Peter Stern, Senior Editor des Journals Science und Vorsitzender der Preisjury. „Ihre Forschung trägt dazu bei, dass wir besser verstehen, wie Hunger unsere allgemeine Wahrnehmung der Welt verändert und welche Mechanismen der neuronalen Kontrolle der Nahrungsaufnahme zugrunde liegen.“

„Ich fühle mich sehr geehrt, diese Auszeichnung für meine Forschung zu erhalten“, sagte Alhadeff, „sie ist eine enorme Starthilfe für meine unabhängige Forschungskarriere und ein großer Motivator für mein Labor.“

Über den Eppendorf & Science Prize for Neurobiology

Der jährlich mit 25.000 US-Dollar dotierte Eppendorf & Science Prize for Neurobiology ehrt junge Wissenschaftler, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Amber L. Alhadeff ist der 20. Empfänger dieses internationalen Preises, der gemeinsam von Eppendorf und dem Journal Science verliehen wird.

Bewerben können sich Forscherinnen und Forscher, die 35 Jahre alt oder jünger sind und herausragende Beiträge in der neurobiologischen Forschung mit Methoden der Molekular- und Zellbiologie geleistet haben. Das prämierte Essay wird außerdem in Science veröffentlicht.

Die nächste Abgabefrist für Bewerbungen endet am 15. Juni 2022. Mehr Informationen über Amber L. Alhadeff und den Eppendorf & Science Prize for Neurobiology finden Sie unter hier.

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