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LABORAUSSTATTUNGEN Sicherer Anschluss - Flexibles Stecksystem für Reinstgase im Labor

Autor / Redakteur: Thomas Gasdorf* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Der nachträgliche Einbau von weiteren Versorgungsleitungen und Armaturen bringt erheblichen Aufwand mit sich.

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Im heutigen Laborbetrieb können sich die Anforderungen sehr schnell ändern. Andere Aufgaben und Analysentechniken machen einige bis dahin eingesetzte Medien überflüssig und erfordern die Versorgung mit anderen Medien. Der nachträgliche Einbau von weiteren Versorgungsleitungen und Armaturen bringt erheblichen Aufwand mit sich.

Die sich immer schneller ändernden Anforderungen im Labor machen auch nicht vor der Gasversorgung Halt. Dabei lässt sich in den seltensten Fällen abschätzen, wie lange der aktuelle Bedarf bestehen bleibt und ob sich die Kosten für den hohen Installationsaufwand rechnen. Mit Quick connect 5.0 bietet die Laborarmaturen-Firma Broen eine Baureihe an, bei der nur die wirklich benötigten Armaturen vorgehalten werden müssen und mit der gleichzeitig voll flexibel auf den aktuellen Bedarf reagiert werden kann.

Dabei handelt es sich um ein Stecksystem für Gase bis zu einer Reinheit von 5.0, bei dem Basisarmaturen bereits zusammen mit den Versorgungsleitungen für die unterschiedlichen Gase fest installiert sind. Die Basisarmatur ist grundsätzlich hermetisch geschlossen. Nur wenn eine Entnahmestelle eingesteckt ist, kann das Gas freigegeben werden. Die Entnahme und Regelung der Durchflussmenge erfolgt dann über einen Drehring. Viel Platz wird gespart, da die Funktionen Absperren, Schnellkuppeln und Dosieren in einem sehr kompakten Bauteil zusammengefasst sind.

Einfach sicher

Bei Bedarf lassen sich die Entnahmestellen für die einzelnen Gase einfach einstecken und wieder herausnehmen. Die Stecker können an den Geräten verbleiben, so dass sich diese je nach Bedarf an den unterschiedlichsten Plätzen einsetzen lassen. Umständliches An- und Abschrauben von Verbindungen zu den Gerätschaften entfällt. In kürzester Zeit wird so eine sichere Verbindung hergestellt, die sich ebenso schnell und gefahrlos lösen lässt, da die Armatur den Stecker nur in geschlossenem Zustand freigibt.

Unverwechselbar

Die Basisarmaturen und die Stecker der Entnahmestellen haben für jedes Gas ein anderes geometrisches Profil, so dass allein die Komponenten ein und desselben Gases zusammenpassen. Nur wenn ein zum jeweiligen Gas passender Stecker in die Basisarmatur eingesteckt und nach einer kleinen Drehung sicher eingerastet ist, lässt sich das Ventil öffnen und der Durchfluss kann über den Drehring freigegeben werden. Die zueinander passenden Teile sind durch die Medienkennzeichnung gemäß EN 13792 gut sichtbar gekennzeichnet und einfach zuzuordnen.

Momentan werden Einheiten für elf unterschiedliche Gase angeboten. Acht sind bereits den labortypischen Medien Druckluft, Vakuum, Sauerstoff, Stickstoff, Kohlendioxid, Wasserstoff, Argon und Helium zugeordnet. Drei weitere lassen sich entsprechend dem individuellen Bedarf für andere Gase einsetzen.

Eine problemlose Anpassung an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten ist durch die Vielzahl an Bauformen der Basisarmatur gegeben. Dazu zählen Einbauarmaturen, Energiezellenarmaturen und Aufputzarmaturen genauso wie Tisch- und Hängearmaturen. Verschiedene Typen von Entnahmestellen bieten für jede Anwendung die passende Lösung. So gibt es zwei Steckauslässe mit unterschiedlichen Gewindeanschlüssen, einen Auslass mit Schlauchtülle, Verbindungsschläuche mit gerätetypischen Anschlüssen sowie Druckregler und Volumenstrommesser.

Komplettes System

Der Einbau kompletter Armaturen kann entfallen. Es genügt die Installation der Basisarmatur. Die einzelnen Entnahmestellen können nach Bedarf eingesteckt und wieder entfernt werden. Das ausgeklügelte Schnellmontagesystem bietet höchste Sicherheit und spart viel Zeit. Ein besonderer Vorteil sind die kompakte Bauweise und geringe Einbautiefe.

Das System ist zudem so flexibel ausgelegt, dass sich die Einheiten bei der Installation noch in letzter Minute auf ein anderes Gas umrüsten lassen.?Hinter Quick connect 5.0 steckt das langjährige Know-how eines weltweit erfahrenen Laboraustatters. Alle Komponenten sind in professioneller Qualität für eine lange Haltbarkeit im robusten Laborbetrieb ausgelegt. Mögliche Verschleißteile wie Dichtungen lassen sich vom Anwender problemlos auswechseln, ohne dass die gesamte Armatur ausgetauscht werden muss.

Erfolgreicher Einsatz

Die amerikanische Firma Abbott Bio Research setzte bei der Ausstattung neuer Labore in Worchester, Massachusetts auf das Stecksystem Quick connect 5.0 von Broen. Das auf die Arzneimittelforschung spezialisierte Unternehmen verbindet konventionelle Forschungstechniken mit modernster Biotechnik.

Etwa 680 Mitarbeiter arbeiten am in der Nähe von Boston gelegenen Firmensitz in Worchester. Neben der eigenen Forschungsarbeit, zu der das erste bereits in der klinischen Erprobung befindliche menschliche Antikörper Humira gehört, bietet das Unternehmen den Firmen aus der eigenen Gruppe und ausgewählten Partnern biotechnische Dienstleistungen in den unterschiedlichsten Stufen der Produktentwicklung. Das beginnt bei der Medikamentenentwicklung und reicht über alle Entwicklungsstufen über die klinische Erprobung bis hin zur Platzierung im Markt und der Auftragsfertigung.

Sowohl bei der eigenen Forschungsarbeit als auch bei Fremdaufträgen wird höchste Flexibilität gefordert. So wurde bei der Neuausstattung von Laborräumen besonders darauf geachtet, dass sie sich sehr leicht an den aktuellen Bedarf an Forschungsgruppen anpassen und einfach auf das jeweilige Forschungsziel umrüsten lassen. Dazu wurden die Labore u.a. mit beweglichen Arbeitstischen ausgestattet. Die Quick connect-Einheiten sind in Versorgungsschienen aus Aluminium untergebracht, die die Arbeitstische nach hinten begrenzen.

Davon entfallen 20 auf Sauerstoff, 121 auf Vakuum und 141 Stück dienen der Versorgung mit Sondergasen. 31 Arbeitsplätze wurden in Tischmontage mit jeweils drei Basisarmaturen zur Versorgung mit Pressluft, Vakuum und Stickstoff ausgestattet. Das Quick connect-System ermöglicht es, die Versorgung mit diesen Medien vorzuhalten, ohne dass bereits vollständige Entnahmestellen installiert werden müssen.

Deswegen und aufgrund der geringen Einbaumaße der Entnahmestellen hilft Quick connect 5.0, den Arbeitsplatz möglichst übersichtlich und von allem Überflüssigen freizuhalten. Sobald eines oder mehrere der Medien benötigt werden, lässt sich die entsprechende Entnahmeeinheit unkompliziert und verwechslungssicher aufstecken. Neben Erhöhung der Sicherheit wird durch das flexible Stecksystem viel Zeit beim Anschluss der im Einzelfall benötigten Gerätschaften gespart.

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