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Stammzellen

Stammzellen im Alterungsprozess

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Stellt man sich eine Signalkaskade vor, befindet sich das Protein p21 unterhalb von p53 und ist von dessen Aktivierung abhängig. Wird p53 aktiviert, kann es zwei verschiedene Signalwege einleiten, die das Schicksal der Zellen entscheiden. Aktivierung von p53 kann einerseits über p21 dazu führen, dass die Zelle zwar noch funktionsfähig ist, sich aber nicht mehr teilt. Die Fähigkeit der Zelle zur Teilung wird permanent unterdrückt: Hier spricht man von Seneszenz. Wenn die Verkürzung der Telomere zu weit fortgeschritten ist und weitere Schäden in der genetischen Information – zum Beispiel durch die Einwirkung von UV-Strahlen – auftreten, kann p53 auf der anderen Seite Apoptose über das Protein PUMA einleiten. In diesem Fall kommt es zu einem gezielten Absterben der Zelle.

Traum: Alterungsprozess verlangsamen

Inzwischen können Wissenschaftler immer besser verstehen, was durch die alterungsbedingte Verkürzung der Telomere in der Zelle und der damit einhergehenden, verschlechterten Funktion und Regenerationsfähigkeit der Stammzellen passiert. Das idealisierte Ziel ist, den Alterungsprozess zu verlangsamen und die Regenerationsfähigkeit des alternden Organismus zu verbessern sowie einer erhöhten Tumorentstehung vorzubeugen. Dafür müssen sie diese Vorgänge im Detail aufschlüsseln und die Funktion der Stammzellen in der Alterung verstehen. Dieses Wissen soll helfen, Möglichkeiten aufzuzeigen, die verschiedenen Signalproteine „intelligent“ zum medizinischen Nutzen zu lenken.

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Die Stammzellforschung ist ein wichtiger Forschungsbereich. In Deutschland setzt man auf Grund ethischer Bedenken bezüglich embryonaler Stammzellen immer mehr auf adulte Stammzellen. Problematisch sind die embryonalen Stammzellen aber nicht nur in ethischer Hinsicht. Auf Grund ihrer Fähigkeit, sich in alle Gewebearten und Zelltypen zu differenzieren, bieten sie einen potentiell sehr großen Anwendungsbereich. In der Realität ist es in der klinischen Anwendung jedoch schwierig, dass die embryonalen Zellen an die richtige Stelle gelangen, nur den angestrebten Zelltyp bilden und keine unerwünschten Entartungen verursachen.

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