Der Laborstandard LADS Standards sind tot! Lang leben Standards!
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Der Traum vom Plug-and-Produce-Labor: Geräte herstellerunabhängig verknüpfen, und zwar ohne vorheriges IT-Studium. Das könnte längst der Standard sein, doch genau da liegt die Hürde: beim Standard. Den zu etablieren ist aufgrund eingefahrener Insellösungen und Informations-Silos gar nicht so einfach. Die LADS-Initiative hat die Herausforderung angenommen.
Die technologische Welt ist eine schnelllebige. Man denke nur an große Konzerne wie Microsoft, Google, Amazon, Meta und Co., die in immer kürzeren Abständen immer leistungsfähigere KI-Modelle als Open-Source-Software auf den Markt „werfen“, was die allgemeine Bevölkerung bereitwillig nutzt. Währenddessen befindet sich das analytische Labor in weiten Teilen noch im „dunklen Mittelalter“. Es gibt aber bereits Demonstrationslabore, die eine nahezu autonome Laborinfrastruktur geschaffen haben. Dort übernehmen beispielsweise mobile Roboter den Probentransport in einem Gebäude und unterstützen so die Angestellten im Arbeitsalltag [1–3].
Bleibt die Zukunft in Europa trotz dieser hervorstechenden Initiativen also düster, weil wir den technologischen Anschluss verpasst haben? Keineswegs. Seit 2020 arbeitet eine Projektgruppe unter der Federführung des deutschen Industrieverbands für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik (Spectaris) an einer herstellerübergreifenden und nicht-proprietären Schnittstellenarchitektur mit dem Akronym LADS. Dies steht für „Laboratory Analytical Device Standard“ und bezeichnet eine so genannte Companion Specification des übergeordneten Digitalisierungsstandards OPC UA, welcher von der OPC Foundation bereits im Jahre 2006 in der Version 1.0 veröffentlicht wurde. Mittlerweile hat es genau „5 Major Upgrades“ des Informationsaustauschstandards gegeben, um weitere Anwendungen abdecken zu können, ohne dabei die Rückwärtskompatibilität zu brechen. OPC UA hat sich seit dieser Zeit als weltweites Framework für cybersichere Interoperabilität in allen Bereichen der Industrie etabliert.
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