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Resistom von Salaten untersucht

Studie beweist: Salat und Rohkost kann Antibiotika-resistente Keime tragen

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Wie häufig es angesichts der geringen Belastung mit E. coli auf Salat zu einer Übertragung von Resistenzen im menschlichen Darm kommt, ist bisher nicht bekannt. Wenig bekannt ist auch, ob und in welchem Umfang es zu Erkrankungen durch so entstandene resistente Bakterien kommt.

Waschen verringert das Risiko

Generell sollten VerbraucherInnen Rohkost, Blattsalate und frische Kräuter vor dem Verzehr gründlich mit Trinkwasser waschen, um das Risiko der Aufnahme von Krankheitserregern oder antibiotikaresistenten Bakterien zu minimieren.

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Vorsicht bei vorgeschnittenem Salat bei bestimmten Personengruppen

Schwangere und Personen, deren Abwehrkräfte durch hohes Alter, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme geschwächt sind, sollten darüber hinaus zum Schutz vor lebensmittelbedingten Infektionen auf den Verzehr von vorgeschnittenen und verpackten Salaten vorsichtshalber verzichten und stattdessen Salate aus frischen und gründlich gewaschenen Zutaten kurz vor dem Verzehr selbst zubereiten.

Mittels Durchgaren auf „Nummer Sicher“ gehen

Durch das Waschen lassen sich die auf den pflanzlichen Lebensmitteln möglicherweise vorhandenen Krankheitserreger oder antibiotikaresistenten Bakterien jedoch nicht sicher entfernen. Deshalb ist es in seltenen Einzelfällen notwendig, dass besonders immungeschwächte Personen gemäß Anweisung ihrer behandelnden Ärzte, Gemüse und frische Kräuter vor dem Verzehr ausreichend (mindestens zwei Minuten auf 70°C im Inneren des Lebensmittels) erhitzen.

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Die Studie des Julius-Kühn-Instituts, der Universität Gießen sowie der University of Idaho zu antibiotikaresistenten Keimen auf Pflanzen ist in der Oktoberausgabe der Fachzeitschrift mBio erschienen: Blau K, Bettermann A, Jechalke S, Fornefeld E, Vanrobaeys Y, Stalder T, Top E.M, Smalla K. 2018: The transferable resistome of produce. mBio 9:e01300-18.

* Dr. S. Fiack: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 10589 Berlin

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