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In-vitro-Fertilisation Test für Personalisierung von IVF-Behandlungen

Redakteur: Christian Lüttmann

Für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ist in manchen Fällen die künstliche Befruchtung eine Lösung. Um dabei gezielt und sicher zu behandeln, sind empfindliche analytische Methoden nötig. Ein neuer Test des Diagnostik-Anbieters Beckman Coulter soll ovarielle Reaktion besser beurteilen lassen als bisher.

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(Bild: Beckman Coulter)

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit Millionen von Menschen im fortpflanzungsfähigen Alter von Unfruchtbarkeit betroffen. Schätzungen zufolge leben weltweit 48 Millionen Paare und 186 Millionen Menschen mit Infertilität. Das Anti-Müller-Hormon (AMH) ist ein weithin akzeptierter Biomarker, der zur Bewertung verschiedener klinischer Situationen verwendet wird, einschließlich der Behandlung von Unfruchtbarkeit. AMH-Tests sind ein zunehmend wichtiges Instrument, mit dem sich die reproduktive Gesundheit von Frauen überwachen lässt. Zudem ermöglichen diese Tests, Patientinnen personalisiert zu betreuen und eine Überstimulation bei einer In-vitro-Fertilisationsbehandlung (IVF-Behandlung) zu vermeiden.

Mit einem neu eingeführten Test des Diagnostik-Anbieters Beckman Coulter sollen sich ovarielle Reaktion besser beurteilen lassen als bisher. Dieser neue Assay unterstützt Ärzte hinsichtlich der Prognose einer schlechten ovariellen Reaktion bei Patientinnen, die eine künstliche Befruchtung nach IVF-Protokoll ersuchen. Der „Access AMH Advanced-Test“ ist in den EU-Ländern erhältlich, die die CE-Kennzeichnung akzeptieren.

Validierte Grenzwerte des Anti-Müller-Hormons (AMH) für ovarielle Reserve und Reaktion liefern Ärzten die notwendigen Informationen, mit denen sie ein personalisiertes Protokoll entwickeln können. Sie ermöglichen so eine individualisierte Stimulationstherapie sowie ein besseres Nutzen-Risiko-Verhältnis für die Patientinnen. „Mit dem neuen Access AMH Advanced-Assay haben Ärzte jetzt ein Instrument zur Prognose einer schlechten ovariellen Reaktion zur Hand und sind dadurch in der Lage, eine individualisierte ovarielle Stimulationstherapie von Frauen im Rahmen der assistierten Reproduktionstechnologie zu etablieren“, sagt Kathleen Orland, Senior Vice President und General Manager des Bereichs Chemie und Immunoassay bei Beckman Coulter Diagnostics. Der Access AMH Advanced-Assay bietet laut Beckman Coulter genaue und validierte, testspezifische Grenzwerte als Orientierungshilfe für die klinische Anwendung. „Ärzte schätzen den Nutzen des Tests, da das AMH im Gegensatz zu anderen Biomarkern im Verlauf eines Menstruationszyklus nur minimal variiert“, erklärt Heather Read-Harper, Senior Marketing Manager des Bereichs Immunoassay und klinische Chemie bei Beckman Coulter Diagnostics.

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