Wachsende Tumore Wachsende Tumore durch abnehmende Zellatmung
Atemnot der Zellen lässt Tumore rasant wachsen. Wissenschafter aus Graz konnten nachweisen, dass verminderte Atmungsaktivität in Zellen eine Vorraussetzung für Tumorwachstum sein kann.
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Graz/Österreich – Forscher um Prof. Dr. Frank Madeo und Dr. Christoph Ruckenstuhl vom Institut für Biowissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz konnten anhand der Bäckerhefe zeigen, dass die Reduzierung der Zellatmung den programmierten, natürlichen Zelltod, die Apoptose, vermindert und Zellen unkontrolliert überleben lässt. „Diese erhöhte Resistenz könnte entscheidend zur Tumorbildung und Bösartigkeit (Metastasierung) beitragen“, bestätigt Prof. Madeo
Gleichzeitig ist den Grazer Forschern mit diesem Modell nach eigenen Angaben der Beweis eines Überlebensvorteils von Zellen durch den Warburg-Effekt gelungen. Der Biochemiker Otto Warburg beschrieb in den 1920er-Jahren, dass ein maßgeblicher Anteil der Energie in Krebszellen durch einfachen Zuckerabbau (Glykolyse) generiert wird, bei gleichzeitiger Verminderung der Atmung. Erhöhte Atmungsaktivität hingegen hemmt das Wachstum von Tumoren. Ob auch der Kampf gegen Krebs erleichtert wird und sich neue Therapie-Möglichkeiten ergeben, sind für Madeo noch Spekulationen. „Interessanterweise ist Ausdauersport eine der besten vorbeugenden Maßnahmen gegen Krebs. Dabei wird sowohl die Sauerstoffversorgung des Körpers erhöht, als auch Zucker verbraucht - beides, klassisch nach der Warburg-Hypothese, Gift für die Krebszelle“, sagt Prof. Madeo.
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