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Integrierbar in Hochvakuum-Pumpsystemlösungen
Ausgestattet mit einer zusätzlichen Kompressionsstufe eignen sich die Modelle Turbovac 90 i, 250 i, 350 i und 450 i etwa für Ultrahochvakuum-Anwendungen und die Integration in kompakte Pumpsystemlösungen. Mit einem Saugvermögen für leichte Gase, das bis zu 60 Prozent über dem vergleichbarer Produkte liegt, und einem Kompressionswert, der rund 100 Mal höher ist als bei Produkten der vorherigen Generation, sind sie für Prozesse mit kleinen Vorpumpen konzipiert.
Demgegenüber zeichnen sich die Turbovac T 350 i und T 450 i mit ihrem klassischen Rotordesign durch hohen Gasdurchsatz, schnellere Hochlaufzeit und Unempfindlichkeit gegenüber Partikelanfall aus, was sie für Prozessanwendungen und hohe Gaslasten prädestiniert.
Auch die Modelle Turbovac i mit mehreren Pumpeinlässen („Multi-Inlet“) – verfügbar in allen vier Saugvermögensklassen der Pumpenfamilie – wurden für den Einsatz in analytischen Instrumenten entwickelt und bieten ein hohes Maß an Flexibilität, etwa durch die individuelle Festlegung der Vakuumanschlüsse und des Rotordesigns. Die Turbopumpen Turbovac i Multi-Inlet sind auch als so genannte Cartrigde-Varianten verfügbar. Hierbei handelt es sich um Pumpen, die ohne eigenes Gehäuse direkt in das Vakuumsystem eingeschoben werden für maximale Kompaktheit und einfache Montage und Wartung.
Sperrgasanschluss für hohe Anlagenverfügbarkeit
Die wartungs- und ölfreie Hybridlagerung mit Lebensdauerschmierung zeichnet sich durch Zuverlässigkeit und Haltbarkeit aus und macht Regelwartungen durch Ölwechsel überflüssig. Das austauschbare Lagersystem sorgt für einen vibrations- und geräuscharmen Betrieb, und ein optimiertes thermisches Design der Turbovac i und Turbovac iX gewährleistet eine effektive Kühlung der Lager. Um die Lager vor kritischen Gasen oder Partikeln zu schützen, sind alle Pumpen mit einem Sperrgasanschluss ausgestattet, sodass sich Laufzeit und Anlagenverfügbarkeit erhöhen.
Nicht nur vakuumtechnisch setzt die Turbovac i-Familie Maßstäbe. Auch bei der elektronischen Ansteuerung erhält der Anwender zahlreiche Optionen und eine hohe Flexibilität. Alle Modelle verfügen über eine digitale I/O-, USB- und RS485-Schnittstelle und können ein 24-V-DC-Zubehör steuern. Weitere Feldbus-Schnittstellen sind optional verfügbar.
An die Modelle Turbovac iX kann zusätzlich eine Druckmessröhre angeschlossen und drei Zubehörgeräte unabhängig voneinander gesteuert werden. Somit erhält der Nutzer an der Pumpe ein vollständiges Vakuumsteuerungssystem.
Durch die kompakte Konstruktion werden mit den praxisbewährten Turbovac-Turbomolekularpumpen bevorzugt Forschungs- und Labor-Hochvakuumsysteme wie die Leybold-Turbolab ausgerüstet. Der flexible Einsatz deckt ein breites Spektrum an F&E- und Analytik-Anwendungen ab – in der Tisch- sowie der mobilen Cart-Variante. Vordefinierte Anschlüsse ermöglichen ein schnelles Plug & Play der Komponenten ohne Konfiguration. Im Turbolab-System können überdies verschiedene Vorpumpen-Technologien eingesetzt werden. Die Turbolab-Systeme entsprechen aber auch einem weiteren kritischen Forschungsaspekt, der immer wichtiger wird: einer intelligenten Datenverwaltung. Damit werden die Systemkonfiguration, Bedienung, Überwachung und Steuerung viel einfacher. Parameter wie Fehler, Warnmeldungen, Frequenz, Temperatur, Strom oder Druckverlauf werden intern aufgezeichnet und können vom Benutzer direkt vor Ort angepasst werden.
Überwachung und Datenakquise in Echtzeit
Ein integrierter Webserver ermöglicht eine Fernsteuerung, Überwachung und Konfiguration der Turbolab-Geräte, auch vom mobilen Endgerät oder stationären Rechner aus. Das PC-basierte Software-Tool Turbolab Data Viewer analysiert die aufgezeichneten Daten und Protokolle und überwacht den Status sowie Schlüsselparameter, auch mehrerer Turbolab-Geräte, in Echtzeit. Durch Öffnen der Trendansicht werden die Ereignisse zeitlich visualisiert, sodass sich die Daten schnell vergleichen lassen. Diese neue Sichtweise auf die Event-bezogenen Daten hilft bei der Diagnose sämtlicher systemrelevanter Bedingungen. Damit bedient nicht nur die Vakuum-Hardware von Leybold das beständig steigende Anforderungsprofil an die Analytik. Auch die Erfassungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten der Daten erfüllen den immer wichtiger werdenden Umstand, Daten aus den Systemen zu generieren und damit kontinuierlich neue Erkenntnisse für Kunden und Anwender zu gewinnen.
* Dr. A. Kaiser, R. Funke: Leybold GmbH, 50968 Köln,
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