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Kalibriergase Zuverlässige Kalibriergase für gasanalytische Verfahren

| Autor / Redakteur: Joachim Barbe* und Hermann Grabhorn* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Für den Anwender ist die unabhängige Überprüfung von Gasgemischen, die er zur Kalibrierung seiner Analysatoren einsetzt, sehr aufwändig und kostenintensiv. Die Kenntnis der Herstellprozesse und das Vertrauen in die Qualität des Herstellers haben daher große Bedeutung.

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Abb. 1: Jedes Kalibriergas von Messer wird nach der Fertigung im eigenen Labor analysiert.
Abb. 1: Jedes Kalibriergas von Messer wird nach der Fertigung im eigenen Labor analysiert.
(Bild: Messer Group)

Gasanalytische Verfahren werden heute vielfältig angewandt, beispielsweise bei Emissions- oder Immissionsmessungen, Prozess- und Qualitätskontrollen in der chemischen Industrie oder der Zertifizierung von Abgaswerten in der Automobilindustrie. Die meisten eingesetzten Analyseverfahren sind im Grunde vergleichende Verfahren. Der Analysator muss kalibriert werden, bevor quantitative Messungen möglich sind.

Bei der Analyse von Gasen erfolgt dies in der Regel durch Messen eines „Nullgases“ sowie eines oder mehrerer Kalibriergase mit bekannter Zusammensetzung. Die Analyseergebnisse hängen somit unmittelbar von der Zuverlässigkeit der verwendeten Kalibriergase ab. Für den Anwender ist die unabhängige Überprüfung von Gasgemischen, die er zur Kalibrierung seiner Analysatoren einsetzt, sehr aufwändig und kostenintensiv.

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Die Kenntnis der Herstellprozesse und das Vertrauen in die Qualität des Herstellers haben daher große Bedeutung. Die Akkreditierung nach ISO 17025 oder ISO Guide 34 bedeutet die formale Bestätigung der Kompetenz des Herstellers.

Die zuverlässige Herstellung von Kalibriergasen

Insbesondere in Hinblick auf die Stabilität von Gasgemischen fällt der Qualität der eingesetzten Behälter eine entscheidende Bedeutung zu. In der Regel werden für anspruchsvolle Kalibriergase Aluminiumgasflaschen eingesetzt, die in speziellen Verfahren für das jeweilige Gasgemisch vorbereitet und konditioniert werden.

Meist werden Gasgemische hergestellt, indem die einzelnen Komponenten als reines Gas oder in Form von Vorgemischen nacheinander in die Flasche eingefüllt werden. Dies setzt ein zuverlässiges Programm zur Berechnung der Dosierung bei verschiedenen Drücken und Temperaturen voraus. Zu diesem Zweck verwendet der Industriegasespezialist Messer moderne Zustandsgleichungen, die in einem eigens entwickelten Softwarepaket implementiert sind.

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