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Tipps für den HPLC-Alltag

Zweiter Praxistag überzeugt mit gelungenem Themenmix

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Workshops zu zehn UHPLC-Tipps und zur Säulenauswahl

Nach der Mittagspause fanden drei Workshops statt, die sich der Lösung klassischer Alltagsprobleme im Labor im Zusammenhang mit der Flüssigkeitschromatographie gewidmet haben. Dr. Frank Steiner von Thermo Fisher
Scientific gab in seinem Workshop zehn Tipps für den effektiven Einsatz der Flüssigchromatographie (mehr von Frank Steiner gibt es auch auf Seite 36). „Es ist wichtig daran zu denken, dass man sich oftmals die Optimierung eines Parameters mit der Verschlechterung eines anderen erkauft“, beschreibt der Experte eine durchaus übliche Problematik. Als Beispiel führte er den Trend zu kleineren Partikelgrößen in der HPLC an, die zwar auf der einen Seite u.a. eine bessere Peakauflösung liefert, auf der anderen Seite aber mit einem deutlich erhöhten Systemdruck erkauft wird. Weiterhin ging es in seinem Vortrag um das Detektionszellenvolumen, um Temperatureffekte bei der HPLC und die Optimierung von Nachweisgrenzen.

Dr. Guido Rimmel von Phenomenex stellte in seiner Präsentation das zentrale Bauteil jeder HPLC in den Vordergrund: die Säule. Er gab einen Überblick über die vier gängigsten Säulenarten und welche Vorteile sie bieten:

Bildergalerie
  • Vollporöse Kieselgel-Partikel: Sie sind die am weitesten verbreitete Art und daher in vielen Partikelgrößen, mit den unterschiedlichsten funktionellen Liganden und in zahlreichen Dimensionen verfügbar.
  • Organokieselgel-Partikel: Sie bieten einen erweiterten pH-Bereich, höhere Stabilität und Lebensdauer bei identischen Leistungsmerkmalen wie vollporöses Kieselgel.
  • Monolithischer Kieselgelstab: Solche Stäbe produzieren einen geringeren Rückdruck und eine geringe Verstopfungsneigung und sind daher ideal für die Analyse von „dreckigen“ Proben (z.B. Plasma) geeignet.
  • Core-Shell-Partikel: Sie erreichen eine höhere Effizienz als vollporöse Partikel der gleichen Größe und produzieren einen geringeren Rückdruck als vollporöse Partikel der gleichen Effizienz. Hierdurch erhält man in vielen Fällen UHPLC-Leistung auf konventionellen HPLC-Systemen.

Wie kann die Probensicherheit und -integrität erhöht werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich Detlev Lennartz von Th. Geyer in seinem Workshop. Er zeigte, welche Vorteile spezielle Autosampler-Vials und zertifizierte Mikroplatten mit Kontaminanten-Nachweis für die Probensicherheit bieten. Außerdem widmetet er sich dem vernachlässigten Thema der Vialbeschriftung und wie der klassische Filzstift ersetzt werden kann.

In unserer speziellen Bildergalerie finden Sie weitere Impressionen zum Praxistag HPLC.

* M. Platthaus: Chefredakteur LABORPRAXIS, E-Mail: marc.platthaus@vogel.de

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