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Viskosität von Klebstoffen

Alterung der Molekülverbunde in Klebefugen untersuchen

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Alterung von Klebefugen durch Temperatur und Zug

Äußere Parameter, wie die Temperatur oder einwirkende Kräfte haben einen großen Einfluss auf die Haltbarkeit eines Klebstoffs. Wird eine Klebefuge einem mehrfachen Wechsel zwischen zwei verschiedenen Temperaturen ausgesetzt, wie sie beispielsweise durch den Tag-Nacht-Rhythmus entstehen, verschiebt sich das Gleichgewicht aus energieärmeren und energiereicheren Molekülen in die Richtung des sich schneller einstellenden, energiearmen Zustands. Damit entsteht ein Überschuss an energieärmeren Polymeren, der so groß werden kann, dass die so genannte Kälteflexibilitätsgrenze erreicht wird. Es kommt zum Bruch der Polymere und damit zum Bruch der Klebefuge. Dasselbe passiert durch einen laufenden Wechsel zwischen Zug- und Druckkraft.

Das Gleichgewicht der Moleküle verschiebt sich zugunsten der energieärmeren Teilchen und die Klebefuge wird brüchig. Wirken also zusätzlich zu äußeren Temperaturschwankungen auch noch Zugkräfte auf eine bestehende Verklebung, sind diese besonders gefährdet zu zerbrechen.

Alterung von Klebefugen durch Licht

Nach den Gesetzen der Quantenphysik kann auch Licht bestimmter Wellenlängen ein Zurückfallen der Elektronen auf ein niedrigeres Energieniveau auslösen, wodurch es zur Alterung von Klebefugen im Licht kommen kann.

So hat der Autor selbst einen Klebstoff entwickelt, der nie in Produktion gehen konnte, da er nicht lichtstabil war. Über Jahrzehnte in einer dunklen Schachtel aufbewahrte Papiere mit diesem Klebstoff sind noch heute klebrig. Doch wird der Klebstoff innerhalb von wenigen Tagen brüchig und hart, sobald er aus der Schachtel ans Licht gebracht wird.

* G. Simon: Entwicklung und Vertrieb von Spezialsoftware, 28832 Achim

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