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Trinkwasserverordnung Bestimmung von Uran im Spurenbereich per Voltammetrie

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Die neue Trinkwasserverordnung erfordert die Quantifizierung von Uran im Spurenbereich. Hierzu eignet sich neben der induktiv gekoppelten Plasma-Massenspektrometrie auch die wesentlich weniger aufwändige und kostengünstigere Voltammetrie.

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Mit dem VA Computrace 797 von Metrohm lässt sich gelöstes Uran in Form von U(VI) einfach und kostengünstig bestimmen. (Bild: Deutsche Metrohm)
Mit dem VA Computrace 797 von Metrohm lässt sich gelöstes Uran in Form von U(VI) einfach und kostengünstig bestimmen. (Bild: Deutsche Metrohm)

Vielerorts ist Uran in kleinsten Mengen in Leitungs- und Mineralwässern enthalten. Verantwortlich dafür sind uranhaltige Mineralien, die durch Witterungseinflüsse zerfallen und dabei Uranverbindungen freisetzen. Das Bundesgesundheitsministerium hat nun am 11. Mai 2011 die Änderung der Trinkwasserverordnung bekannt gegeben. Sie tritt am 01.November 2011 in Kraft und legt unter anderem einen Uran-Grenzwert von 10 µg/L pro Liter fest. Auch Mineralwasser, das als „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" beworben wird, darf ab 01. November 2011 nicht mehr als 2 µg/L Uran enthalten. Um Uran im Spurenbereich exakt quantifizieren zu können, sind im Allgemeinen recht aufwendige und teure Analysenverfahren wie beispielsweise die induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS) erforderlich. Mit dem VA Computrace 797 von Metrohm lässt sich hingegen gelöstes Uran in Form von U(VI) einfach und kostengünstig bestimmen. Das AdCSV-Verfahren (Adsorptive Cathodic Stripping Voltammetry) zur voltammetrischen Bestimmung des Urangehalts beruht auf der Komplexierung von U(VI) mit Chloranilsäure (2,5-Dichlor-3,6-dihydroxy-1,4-benzochinon). Es lassen sich Urangehalte bis in den ng/L-Bereich quantitativ erfassen. Dieses voltammetrische Messverfahren ist in der seit 2009 gültigen DIN-Norm 38406-17 festgelegt. Die voltammetrische Bestimmung von Uran kann somit als allgemein anerkanntes Verfahren in der täglichen Praxis zur Überwachung von Grundwässern, Rohwässern, Trinkwässern, natürlichen Mineralwässern, Tafelwässern, Quellwässern sowie organisch schwach belasteten Oberflächenwässern genutzt werden.

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