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Neue ISO-Norm 18127 Überwachung von Organohalogenen in Gewässern

Quelle: Pressemitteilung Metrohm 2 min Lesedauer

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Die neue ISO-Norm 18127 regelt die Bestimmung von adsorbierbaren organisch gebundenen Halogenen (AOX und AOF) mittels Combustion Ionenchromatographie (CIC). Metrohm war als Hersteller von Präzisionsmessinstrumenten für die chemische Analytik an der Entwicklung des Vorscreenings von PFAS-Verunreinigungen beteiligt.

Die ISO-Norm 18127 regelt die Bestimmung von adsorbierbaren organisch gebundenen Halogenen in Wasserproben (Symbolbild).(Bild:  frei lizenziert, Talha Hassan / Unsplash)
Die ISO-Norm 18127 regelt die Bestimmung von adsorbierbaren organisch gebundenen Halogenen in Wasserproben (Symbolbild).
(Bild: frei lizenziert, Talha Hassan / Unsplash)

Angesichts der Besorgnis über PFAS-Kontaminationen in der Umwelt ist die Forderung nach einem Vorscreening-Parameter entstanden. Adsorbierbares organisch gebundenes Fluor (AOF) ist ein solcher Parameter, der sich für die Analyse von Wasserproben eignet. Bisher wurde der Summenparameter „adsorbierbare organisch gebundene Halogene“ (AOX) mittels Titration gemäß EN ISO 9562 oder EPA 1650 bestimmt. Dieser Parameter stellt jedoch lediglich die Summe aus Chlor, Brom und Jod dar und berücksichtigt Fluor nicht.

Die neu veröffentlichte Norm ISO 18127 basiert auf der zuvor veröffentlichten DIN 38409-59 und legt ein einheitliches Verfahren zur Analyse von verschiedenen Wasserarten, wie Grundwasser, Oberflächenwasser, Trinkwasser, wässrige Eluate, Kühlwasser und Abwasser fest. Beide Normen wurden mit Unterstützung von Metrohm CIC-Experten entwickelt und beschreiben ein geprüftes Standardverfahren zur Messung von AOX sowie AOF mithilfe der Verbrennungs-Ionenchromatographie (Combustion IC oder CIC).

Ein besonderer Vorteil der Methode liegt darin, dass sich die individuellen Anteile von Chlor, Brom und Jod zum Gesamtwert AOX bestimmen lassen. Dies war mit bisherigen Titrationsverfahren nach EN ISO 9562 oder EPA 1650 nicht möglich.

Umweltanalytik als Gesundheitsschutz

Halogenierte organische Verbindungen, auch Organohalogene entstehen, wenn Halogene an einem oder mehreren Kohlenstoffatomen gebunden sind. Einiger dieser Verbindungen kommen natürlich vor, der Großteil wird jedoch industriell hergestellt, etwa Pestizide, Kältemittel und Arzneimittel.

Gelangen Organohalogene und ihre Abbauprodukte in die Umwelt, können diese Risiken für die menschliche Gesundheit darstellen. Einige Organohalogene stehen im Verdacht, das Erbgut zu verändern und Krebs zu begünstigen. Viele bauen sich nur sehr langsam ab, was zu ihrer Anreicherung in der Umwelt, in Tieren und entlang der gesamten Nahrungskette führt.

Vor diesem Hintergrund kommt der Überwachung dieser Verbindungen eine zentrale Bedeutung zu. Sie trägt dazu bei, eine angemessene Wasserqualität sicherzustellen und aufrechtzuerhalten, ihre Quellen zu identifizieren, sowie die Wirksamkeit von Verfahren zur Entfernung von AOX und PFAS in Wasseraufbereitungsprozessen zu bewerten.

Weitere Informationen zur Analyse von AOX und AOF mittels CIC unter: ISO 18127: 2026 - Wasserqualität

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