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Projekt „Rheines Wasser“

Chemie-Professor will kompletten Rhein durchschwimmen und beproben

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Die täglich beim Schwimmen gezogenen Wasserproben werden unter anderem auf Industriechemikalien, Hormone, Antidepressiva, Süßstoffe, Antibiotika, Schmerzmittel, Drogen, Krankheitserreger und Mikroplastik untersucht. Zudem misst das Projektteam Fließgeschwindigkeit, pH-Wert, Leitfähigkeit und die Temperatur des Flusswassers.

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Kritische Substanzen abbauen

„Wir erwarten uns zahlreiche neue wissenschaftliche Erkenntnisse“, erkärt Fath, „so etwa zur Frage, inwiefern das Rheinwasser von der Quelle bis zur Nordsee durch Mikroplastik-Abfälle belastet wird.“ Aber auch hinsichtlich der Frage, in welchen Bereichen sich die Gewässergüte in den letzten Jahren günstig entwickelt hat. „Nach der Bestandsaufnahme durch unsere Rhein-Vermessung und einer anschließenden Ursachenforschung bleibt es langfristig mein wesentliches Ziel“, so Fath, „Systeme und Prozesse zu entwickeln, die kritische Substanzen abbauen, bevor sie überhaupt in Gewässer gelangen. So wie mir dies mit einem Filterverfahren für Perfluorierte Tenside bereits gelungen ist.“

Erste Forschungsergebnisse beim Hansgrohe Wassersymposium

Ergebnisse von Schnelltests der Rhein-Vermessung werden Andreas Fath und das Projektteam bereits während des Schwimmens vorlegen. Ausführlich berichten über die Forschungsresultate wird der Chemie-Professor erstmals öffentlich auf dem „7. Hansgrohe Wassersymposium“, das die Hansgrohe SE, Hauptunterstützer des Projekts, am 13. November 2014 in Schiltach/Schwarzwald veranstaltet.

Live und online mit dabei sein

Der Start des Fluss-Marathons ist für den 28.07. am Tomasee im Schweizer Kanton Graubünden geplant. Am 24.08. will der schwimmende Professor die Nordsee in Rotterdam erreichen. Interessierte können die Startvorbereitungen und den Verlauf des Projekts online über die Website und den dort integrierten „Rheines Wasser“-Blog verfolgen. Entwickelt und redaktionell betreut wird beides von Studierenden der HFU. „Wir freuen uns natürlich ebenso über viele Neugierige und Unterstützer, die unser Projekt live entlang des Rheins verfolgen und uns bei unseren Zwischenstopps besuchen“, betont Fath. Ausdrücklich warnt er jedoch mögliche Nachahmer, die ihn schwimmend begleiten wollen. „Der Rhein ist ein mächtiger Strom, der selbst für geübte Schwimmer voller Gefahren steckt. Ich bitte daher alle dringend darum, darauf zu verzichten, mit mir mitzuschwimmen. Mir ist deutlich mehr geholfen, wenn ich vom Ufer aus angefeuert werde.“

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