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Covid-19-Studie in Arbeit Corona und das Herz: Welche Auswirkungen hat das Virus?

Redakteur: Kristin Breunig

Das neuartige Corona-Virus ist noch nicht ausreichend erforscht und verstanden. Genesene klagen auch Monate nach der Krankheit noch über Beschwerden. Wie sich eine Covid-19-Erkrankung im Langzeitverlauf auf die Herzgesundheit auswirkt, wollen nun Kardiologen der Universität Heidelberg in einer klinischen Studie untersuchen.

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Eine neue Studie soll die Auswirkungen von Corona auf das Herz untersuchen (Symbolbild)
Eine neue Studie soll die Auswirkungen von Corona auf das Herz untersuchen (Symbolbild)
(Bild: ©stockcrafter - stock.adobe.com)

Heidelberg – Seit Anfang 2020 hat das Corona-Virus die Welt fest im Griff. Laut RKI liegt die Zahl der Corona-Todesfälle in Deutschland mittlerweile bei 85.380 (Stand 12. Mai 2021). Die Gesamtzahl der verabreichten Impfdosen liegt laut RKI bei 35.709.755 (Stand: 11. Mai 2021). Doch wie steht es um die Menschen, die das Virus bereits überstanden haben? Wissenschaftler*innen der Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie Heidelberg gehen in Kooperation mit der Klinik für Gastroenterologie der Frage nach, wie sich eine Covid-19-Erkrankung im Langzeitverlauf auf die Herzgesundheit auswirkt. Die Studie umfasst 192 Patient*innen, deren Erkrankung mindestens vier Monate zurückliegt. Die Teilnehmer werden mittels kontrastmittelfreier kardialer Magnetresonanztomographie (MRT) sowie einer 3D-Elektrokardiographie untersucht und ihre Krankheitsgeschichte sowie der Gesundheitszustand systematisch erfasst.

„Mögliche Spät- und Langzeitfolgen von Covid-19 sind noch unzureichend verstanden, die Datenlage ist bislang noch zu gering“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Norbert Frey, Ärztlicher Direktor der Klinik. „Betroffene haben ein großes Interesse an gezielten Nachuntersuchungen, die Untersuchungstermine für die Studie waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht.“

Kooperationen

Dank einer Studien-Kooperation mit den Unternehmen Medneo und Philips ist es gelungen, zusätzliche MRT-Kapazitäten zu schaffen. So wurden die Studienteilnehmer*innen mithilfe eines hochmodernen mobilen MRT in einem MRT-Trailer vor der Klinik untersucht.

Zusätzlich kooperieren die Heidelberg Kardiologen mit dem Unternehmen Cardisio. In den Räumen der Klinik führte Fachpersonal ein 3D-EKG durch, bei dem die elektrischen Signale im Herzmuskel dreidimensional aufgenommen werden. Die Daten werden mithilfe einer künstlichen Intelligenz ausgewertet, die gelernt hat, gesunde von kranken Herzen zu unterscheiden.

Verfahren weiter nutzen

Die Auswertung aller Ergebnisse im Rahmen der Studie erfolgt dann durch die Experten des Universitätsklinikums Heidelberg. „Wir untersuchen in unserer Studie zudem, ob sich die Diagnostik mithilfe des mobilen MRT und des speziellen 3D-EKG auch für breit angelegte Checks bei Patienten sowie für Vorsorgeuntersuchungen eignen könnte. Dies könnte für die Zukunft interessant sein z. B. für die Versorgung in ländlichen Regionen“, erklärt Frey.

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