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Massenspektrometrische Analyse des Neutrophilen-Proteoms
Damit 1.000 Zellen reichen

Das Gespräch führte Dr. Ilka Ottleben 6 min Lesedauer

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Neutrophile Granulozyten sind essentieller Teil unseres Immunsystems. Ihre Auswirkungen auf den Organismus können indes positiv wie negativ sein. Daher ist das genaue Verständnis ihrer funktionellen Dynamik von großer medizinischer Bedeutung. Problem: Die für eine massenspektrometrische Analyse des Neutrophilen-Proteoms notwendigen Proteinmengen waren bisher nur eingeschränkt zu erreichen. Eine neue Methode schafft nun Abhilfe.

Prof. Dr. Albert Sickmann (li.) und Prof. Dr. Matthias Gunzer (re.)(Bild:  ISAS)
Prof. Dr. Albert Sickmann (li.) und Prof. Dr. Matthias Gunzer (re.)
(Bild: ISAS)

Neutrophile Granulozyten spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Was ist ihre Aufgabe?

Prof. Dr. Matthias Gunzer: Neutrophile Granulozyten sind ein wichtiger Bestandteil unseres komplexen Immunsystems. Ihre primäre Aufgabe ist es, Krankheitserreger wie Bakterien oder Pilze zu bekämpfen. Außer bei der Abwehr von Infektionen spielen Neutrophile bei anderen Erkrankungen wie Tumoren, Schlaganfällen oder Herzinfarkten eine Rolle. Zwar helfen sie in diesen Fällen bei der Heilung, aber ab einem bestimmten Punkt können sie den Krankheitsverlauf auch verschlechtern. Die Rolle dieser Immunzellen ist somit vielschichtig.