English China

HPLC

Der Einfluss der Kapillaren auf die Trennung in der HPLC

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Optimierung der Kapillaren

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, eine HPLC-Anlage aufzubauen. Soll man die Verbindung Injektor-Säule möglichst kurz halten oder die Verbindung Säule-Detektor? Oder ist das vielleicht egal? Es ist absolut nicht egal. Und darum können Applikationen auch nicht ohne weiteres auf eine beliebige HPLC-Anlage übertragen werden. Das nachfolgende Experiment soll den Einfluss der Kapillaren verdeutlichen.

Versuchsanordnung

Rheodyne-7125-Injektor mit 10-µl-Pro­benschleife, UV-Detektor bei 254 nm, Säule 4,6 x 100 mm mit 5-µ-Material., Flussrate 1 ml/min und 8-µl-Messzelle. Soweit entspricht also alles einer „Standard“-HPLC. Wird eine Kapillare mit 0,13 mm ID verwendet, hat die Verbindungslänge zwischen Säule und Detektor kaum einen Einfluss. Verdoppelt man den Durchmesser der Kapillare jedoch (hier auf 0,25 mm), nimmt die Trennleistung mit der zunehmenden Länge der Verbindung drastisch ab (s. Abb. 3).

Kleinvolumige HPLC-Säulen

Noch viel verheerender wirkt sich dieser Effekt bei dünneren und kürzeren Säulen (hier z.B. 2,0 x 100 mm, Fluss 200 µl/min) aus. Hier sind auch schon bei der Verwendung von Kapillaren mit einem ID von 0,13 mm und einer Verbindungslänge von 80 cm bis zu 18% Peakverbereiterung zu beobachten. Wird an dieser Stelle eine 0,25-mm-Kapillare verwendet, ist die Trennung selbst mit dem kurzen Verbindungsstück von 5 cm schon merklich schlechter und bei Verwendung einer längeren Kapillare völlig unbrauchbar geworden (s. Abb. 4). n

* W. Röpke: Techlab GmbH, 38118 Braunschweig, Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von IDEX Health & Science.

(ID:42305759)