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HPLC Die richtige Verschraubung an einer HPLC-Anlage

| Autor / Redakteur: Werner Röpke* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Überall dort, wo mit hohen Drücken gearbeitet wird, ist die Dichtigkeit von entscheidender Wichtigkeit. Worauf muss der Anwender bei der Schlauchauswahl in der HPLC achten und was kann bei den Verschraubungen alles falsch gemacht werden?

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Abb.1: Verschiedene Flanschdichtungen
Abb.1: Verschiedene Flanschdichtungen
(Bild: Techlab )

Auch in der HPLC gibt es ein technisches Vokabular, in dem sich traditionell englische und deutsche Begriffe vermischen. Man spricht von Fittings und Ferrules, Schneidringen, Fingertights, Washern, Flanges, Flangeless oder ähnlichen Dingen. Beschäftigt sich der Anwender allerdings ein wenig mit der Thematik, können viele auftretende Probleme vermieden werden.

Man sollte denken, eine Hochdruckverbindung für 1000 bar wäre schwierig zu fertigen, dem ist aber keinesfalls so. Bei sauber gefertigten Verschraubungsteilen aus hochwertigen Materialien genügt ein mittelkräftiges Anziehen und sie hält dicht. Tropft es heraus, weiß der Anwender, dass sie undicht ist. Ist dagegen die Ansaugleitung zur Pumpe unsauber gefertigt, tropft bei einer kleinen Fehlstelle nichts heraus. Wo Flüssigkeit nicht durchkommt, ist für Luft aber immer noch ein Weg und eben das ist das Problem: Saugseitige Anschlüsse können, sei das Loch auch noch so klein, Luft ziehen. Das wiederum führt zu erheblichen Druckschwankungen in der Pumpe.

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Niederdruckzuleitungen zur HPLC-Pumpe

Üblicherweise nimmt man dafür einen Schlauch aus PTFE (Polytetrafluorethylen). Dieses Material ist gegen fast alle Chemikalien beständig. Daneben hat sich auch FEP (Fluor-Ethylen-Propylen) etabliert. Es hat ähnliche Eigenschaften wie PTFE, ist aber nicht so milchig. Damit sind eventuelle Luftblasen im Schlauch besser zu erkennen. Beide Materialien sind glatt und kaum benetzbar, das ist für die Verwendung als Schlauch sowohl gut als auch schlecht:

  • Gut, weil sich nichts an den Wänden festsetzen kann.
  • Schlecht, weil man Verschraubungen schwer festziehen kann, wenn etwas sehr glatt ist.

Nehmen wir den typischen Ansaugschlauch für eine analytische HPLC-Pumpe. Er hat meistens einen Außendurchmesser von 3,175 mm (oder 1/8 Zoll) und einen Innendurchmesser von 1,587 mm (1/16 Zoll). Je nach Herkunft der Pumpe, Deutschland, USA oder Fernost, sind auch Abweichungen möglich. Dieser Schlauch wird nun mit dem einen Ende an der Pumpe montiert, genauer gesagt am Einlassventil, und mit dem anderen in das gewünschte Laufmittel gehängt.

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