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AAS Direkte Feststoffanalyse in der AAS ohne Probenvorbereitung

Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Moderne Hochleistungsmaterialien wie beispielsweise Keramiken, Gläser und spezielle Legierungen unterliegen höchsten Reinheitsanforderungen. Selbst Verunreinigungen im unteren mg/kg-Bereich können die Leistungsfähigkeit des Materials für den gewünschten Einsatzzweck deutlich einschränken. Mit der Feststoff-AAS kann eine relativ große Probenmenge unverdünnt analysiert werden.

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Abb. 1: Der Probenteller SSA 600 (Bild: Analytik Jena)
Abb. 1: Der Probenteller SSA 600 (Bild: Analytik Jena)

Feste Proben wie Pulver, Granulate und Fasern, aber auch pastöse Materialien wie Cremes, Schlämme oder viskose Öle können meist ohne jegliche Probenvorbereitung direkt im Graphitrohr analysiert werden. Mit contrAA 600, einem High-Resolution Continuum Source Atomabsorptionsspektrometer (HR-CS AAS) für die Graphitrohrtechnik, erfolgt die Zersetzung der Probenmatrix in der direkten Feststoffanalyse durch das Temperaturprogramm des Graphitrohrofens. In Verbindung mit der leistungsstarken Untergrundkorrektur des Systems können fast alle Elemente in einer Vielzahl von Materialien präzise bestimmt werden.

Da die Graphitrohrtechnik nur wenigen Störungen durch die Probenmatrix unterliegt, lassen sich in den meisten Fällen sogar flüssige Kalibrierstandards verwenden. Eine Flüssig-Dosiereinheit für die automatisierte Kalibrierung mit flüssigen Standards sowie die Zugabe von Modifiern macht diese Anwendung auch in der Feststofftechnik routinefähig. Der SSA 600 – ein vollautomatischer Probengeber für die Feststofftechnik – erleichtert viele Anwendungen in der Lebensmittelanalytik, der Umweltanalytik, der Kosmetik und der Pharmazie und insbesondere in der Materialanalyse, der Metallurgie oder der Elektronik. Selbst die Bestimmung von Spurenelementen erfolgt meist völlig störungsfrei. Kleinste Konzentrationen lassen sich ohne das Verdünnen der Probe zuverlässig bestimmen.

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