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Der Einsatz solcher Tools zum effizienten Management des Know-hows bringt eine enorme Effizienzsteigerung mit sich. Mehrere Stunden Zeit, die ein Mitarbeiter auf der Suche nach einer Antwort auf seine Frage investiert, kann dadurch gespart werden. Er stellt die Frage einmal und wartet dann auf eine Antwort, während er sich anderen Dingen widmen kann. Und auch die Antwortgeber werden entlastet: Mitarbeiter, die als Experten erkannt werden, müssen ihre Antworten nur einmal geben und die Kollegen können über das Tool jederzeit, von der ganzen Welt via PC oder Mobile Device aus auf die bereits gegebene Antwort zugreifen (s. Tab. 1).
Starmind besitzt zudem eine Funktion, um so genannte „How-to“-Videos zu erstellen. In einem eigens aufgenommenen Videoclip erklärt dabei der Experte auf seinem abgefilmten Bildschirm Klick für Klick, was z.B. bei Argus Insight und Co. zu tun ist, um ein bestimmtes Problem zu lösen. Dieses Video wird zusammen mit der Frage gespeichert und kann von weiteren Fragestellern mit dem gleichen Problem beliebig oft angeschaut werden. „Ein Unternehmen wird dadurch zu einer interaktiven Community, die sich gegenseitig hilft und unterstützt“, berichtet Pascal Kaufmann, Gründer und CEO der Starmind International AG.
Technologie aus Schweizer Spitzenforschung
Dass Know-how das intellektuelle Kapital eines Unternehmens und damit ein wertsteigernder Faktor in der Wirtschaft ist, belegen bereits die zahlreichen Versuche der Vergangenheit, das Know-how der Mitarbeiter effizienter zu nutzen. Frühere Ansätze blieben in ihrem Ergebnis allerdings hinter den Erwartungen zurück. Der Einsatz von Social-Media-Kanälen zum Beispiel, hat sich bis heute zwar als Plattformen für Nebensächliches, Lustiges, Privates – für Small Talk, Tratsch und Klatsch – etabliert, als „Wissens-Generatoren“ in Unternehmen funktionieren sie allerdings nicht oder nur sehr ineffizient. Alternativ dazu nutzen Unternehmen auch Frage-Antwort-Plattformen. Diese Systeme haben jedoch fast alle eine entscheidende Schwäche: Die Frage muss zuerst von einem Antwortgeber gefunden werden. Die Qualität ist dementsprechend variabel, sodass der Wert dieser Wissensdatenbanken mit der Zeit sinkt.
Die neue Produktgeneration in Sachen Know-how-Management geht einen Schritt weiter und hat mit dem klassischen Wissensmanagement nur noch wenig zu tun: Sie setzt auf den Einsatz modernster Technik wie künstlicher Intelligenz. Der Entwicklung des Algorithmus der Starmind Technologie liegt ein interdisziplinärer Ansatz zugrunde, bei der neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit moderner Netzwerktechnologie verknüpft werden. Die Nähe von Starmind zu Erkenntnissen der Hirnforschung und Informationstechnologie liegt in der Biografie der beiden Gründer von Starmind: Pascal Kaufmann war zunächst an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sowie der Northwestern University/USA, als Neurowissenschaftler tätig und entwickelte dort 2001 die Idee eines künstlichen Gehirns, auf dem Expertenwissen hinterlegt und jederzeit abrufbar ist. Marc Vontobel, seines Zeichens Informatikingenieur, schuf daraufhin die ersten Prototypen. Damals wie heute basieren die Algorithmen auf der Funktionsweise eines menschlichen Gehirns.
Know-how wird zu intellektuellem Kapital
Der Einsatz von Starmind beim erwähnten Pharmaunternehmen ist ein voller Erfolg: Beständig erweitert sich das System Monat um Monat, dabei bleibt der Wartungsaufwand durch die autonome Technologie gering: Etwa fünf Stunden pro Woche müssen dafür aufgebracht werden. Ein gutes Dreiviertel der Mitarbeiter nutzt Starmind regelmäßig, dabei wird die bestehende interne Kommunikation der Mitarbeiter passgenau ergänzt. Die Effizienz der Laborarbeit und die Mitarbeiterzufriedenheit lässt sich so deutlich steigern – in einer Zeit, in der Wissen als das „intellektuelles Kapital“ mehr und mehr ein marktbestimmender Faktor werden wird – auch außerhalb des Labors.
* M. Lunkenheimer: Autor, 60329 Frankfurt
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