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Digitalisierung in der Life-Sciences-Branche Hürden und Herangehensweisen für das zukunftsfähige Labor

Quelle: Pressemitteilung Bearing Point GmbH 3 min Lesedauer

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Die Vision vom Labor der Zukunft erfüllt sich nicht von selbst. Doch woran liegt es, dass immer noch nur wenige Labore hochdigitalisiert und automatisiert sind? Welche Schritte helfen bei dem Weg zum papierlosen Labor? Und wo liegen die größten Hürden, die es zu meistern gilt?

Die Zukunft des Labors: digital und automatisiert? Noch ist das in vielen Fällen eher Vision als Wirklichkeit.(Bild:  ideogram.ai / KI-generiert)
Die Zukunft des Labors: digital und automatisiert? Noch ist das in vielen Fällen eher Vision als Wirklichkeit.
(Bild: ideogram.ai / KI-generiert)

Ein wissenschaftliches Labor, in dem alles Systeme und Tools nahtlos vernetzt, Daten jederzeit verfügbar und Experimente automatisiert durchführbar sind – diese schöne Vorstellung ist von der Arbeitsrealität in den meisten Laboren noch weit entfernt. Was manch einer bereits aus den eigenen Erfahrungen geahnt hat, zeigt nun auch eine Untersuchung zur Transformation von Laboren der Management- und Technologieberatung Bearing Point: Viele Unternehmen stehen noch am Anfang ihrer digitalen Reise.

Um den Stand der Digitalisierung in Laboren und die Perspektiven besser zu erfassen, hat Bearing Point Interviews mit Experten aus sieben renommierten Life-Science-Unternehmen geführt. Die Ergebnisse zeigen: mit gezielten Maßnahmen können Unternehmen den Prozess erheblich beschleunigen und die Vorteile einer vernetzten, effizienten Laborlandschaft schneller nutzen.

Aller Anfang ist schwer

Die Interviews zeigen, dass viele Unternehmen bereits einige Digitalisierungsprojekte und -initiativen gestartet haben, doch fortschrittliche Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) und Internet of Things (IoT) bleiben bisher größtenteils Zukunftsvisionen. Eine umfassende Implementierung scheitert an technischen, organisatorischen und regulatorischen Hürden.

Die Befragung zeigt eindeutig, dass das papierlose Labor – ein Wunsch, der von allen Befragten explizit genannt wird – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Effizienz und Transparenz sein kann. Doch der Weg zur vollständigen Digitalisierung erfordert nicht nur eine entsprechende technische Infrastruktur, sondern auch grundlegende digitale Kompetenzen auf Management-Ebene sowie die verantwortungsvolle Nutzung und Programmierung digitaler Tools.

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Viele Unternehmen aus der Life Science Branche haben Transformationen gestartet, doch oft fehlt eine übergreifende Strategie, um Insellösungen zu vermeiden und eine vernetzte Laborlandschaft zu schaffen.

Jens Raschke, Globaler Leiter Chemicals, Life Sciences & Resources bei Bearing Point

Zentrale Bremser der Labordigitalisierung

Die Vorteile von Automatisierung und Digitalisierung im Labor werden laut den Forschungsergebnissen durch verschiedene Rahmenbedingungen erheblich gebremst.

Ein zentrales Problem ist das Fehlen integrierter Systeme, die Labore untereinander sowie mit anderen Akteuren aus Forschung, Verwaltung und der Biotechnologiebranche vernetzen. Statt einer durchgängigen Vernetzung dominieren Einzellösungen, die oft nicht miteinander kompatibel sind. Dies zwingt viele Unternehmen dazu, Arbeitsschritte nach wie vor manuell durchzuführen – mit Effizienzverlusten und erhöhter Fehleranfälligkeit als Folge.

Darüber hinaus erschweren strenge regulatorische Anforderungen die digitale Transformation der Labore. Hinzu kommt, dass Mitarbeitende häufig nicht über die erforderlichen digitalen Kompetenzen verfügen, da es an gezielten Schulungsprogrammen mangelt. In vielen Unternehmen fehlt zudem eine strategische Herangehensweise. Die Digitalisierung wird oft nur punktuell angegangen und nicht als holistischer Prozess umgesetzt, was den langfristigen Erfolg der Transformation erschwert.

Erfolgsfaktoren für das digitale Labor der Zukunft

Um Labore erfolgreich in die digitale Zukunft zu führen, sind gezielte Maßnahmen erforderlich. Ein zentraler Schritt ist es, einheitliche digitale Infrastrukturen mit offenen Schnittstellen und standardisierten Systemen zu entwickeln, um eine nahtlose Vernetzung zu ermöglichen und Insellösungen zu vermeiden. Gleichzeitig müssen Unternehmen verstärkt in Schulungsprogramme investieren, um die digitalen Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden gezielt auszubauen.

Eine nachhaltige Transformation erfordert zudem eine strategische Planung mit klar definierten Umsetzungsschritten, um technologische Fortschritte strukturiert einzuführen. Entscheidend ist dabei der Einsatz digitaler Tools, die nicht nur bestehende Prozesse digitalisieren, sondern eine echte Optimierung ermöglichen. Automatisierungstechnologien wie Robotik und KI spielen eine zentrale Rolle, um manuelle Tätigkeiten zu reduzieren und Effizienzsteigerungen zu realisieren.

Ein zukunftsorientiertes Labor geht jedoch über reine Digitalisierung hinaus: Flexibilität, Ergonomie und der Fokus auf die Umwelt müssen integraler Bestandteil sein.

Jens Raschke, Globaler Leiter Chemicals, Life Sciences & Resources bei Bearing Point

Über die Befragung

Für das Meinungsbild über die Transformation von Laboren hat die Management- und Technologieberatung Bearing Point Tiefeninterviews mit Experten aus sieben Life-Science-Unternehmen geführt. Die Auswertung fasst neben den individuellen Erfahrungen der befragten Personen zudem die Digitalisierungsimplikationen von sechs Anwendungsfällen der Laborbranche zusammen. Hierzu zählen Hard- und Software genauso wie künstliche Intelligenz, Automatisierung von (kleinen) Laborumgebungen oder Nachhaltigkeitsaspekte.

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