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Fluoreszenzmikroskopie Einfache Erzeugung artefaktfreier optischer Schnitte

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Carl Zeiss hat die neue und funktional erweiterte Version von ApoTome vorgestellt. Apotome ist eine neue Systemlösung zur einfachen Erzeugung artefaktfreier optischer Schnitte für die Fluoreszenzmikroskopie.

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Die neue Systemlösung für die Fluoreszenzmikroskopie Apotome.2 wird einfach in den Leuchtfeldblendenschacht des Mikroskopstrahlenganges eingesetzt.
Die neue Systemlösung für die Fluoreszenzmikroskopie Apotome.2 wird einfach in den Leuchtfeldblendenschacht des Mikroskopstrahlenganges eingesetzt.
( Bild: Carl Zeiss )

Mit Apotome.2 werden die nun in einem Schieber integrierten drei Gitter automatisch passend zur entsprechenden mikroskopischen Vergrößerung ausgewählt und in den Strahlengang gefahren.Auf diese Weise ist bei der Erstellung von optischen Schnitten immer eine perfekte Bildqualität gewährleistet und die Bedienung des Systems wird um einen weiteren Schritt vereinfacht, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Das Prinzip der neuen Systemlösung basiert auf strukturierter Beleuchtung. Hierbei wird eine Gitterstruktur in die Fokusebene des Präparates projiziert und über einen Scanning-Mechanismus in drei definierte Positionen verschoben. An jeder Gitterposition wird ein digitales Bild aufgenommen – die drei Rohbilder werden online zu einem optischen Schnitt mit verbessertem Kontrast und erhöhter Auflösung verrechnet. In dem Ergebnisbild gibt es keine Gitterstrukturen mehr.

Die so erzeugten optischen Schnitte stehen sofort in der Axiovision-Software für die weitere Auswertung zur Verfügung. Beispielsweise können Stapel optischer Schnitte über 3D-Deconvolution weiter verbessert werden oder mit dem Axiovision-Modul Inside4D zu dreidimensionalen Darstellungen rekonstruiert werden. Für andere Anwendungen, beispielsweise im Screening großer Zellpopulationen, können einzelne optische Schnitte auch direkt bildanalytisch ausgewertet werden. Bei großen Objekten, beispielsweise ganzen Zebrafisch-Embryonen besteht die Möglichkeit, über ein automatisiertes Stitching Übersichtsdarstellungen zu erzeugen. Bei allen Applikationen können filterbasiert alle Standardfluorochrome eingesetzt werden. Apotome.2 stellt die Fokussierung des Gitters auf jede Wellenlänge bei Mehrkanalaufnahmen automatisch sicher. Damit können alle Fluorophore von DAPI bis Cy5 ohne Qualitätseinschränkungen in einer Aufnahme eingesetzt werden.

Apotome.2 wird einfach in den Leuchtfeldblendenschacht des Mikroskopstrahlenganges eingesetzt. Einsetzbar ist die Systemlösung mit den Systemen Axio Imager, Axio Observer und Axiovert 200, wobei sowohl manuelle wie motorische Geräte verwendet werden können.

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