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Pflanzenschutzmittel

Erfreulich: Nur wenige belastete Tafeltrauben gefunden

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Durch den regelmäßigen Einsatz verschiedener Pflanzenschutzmitteln kommt es bei Trauben häufig zu sogenannten Mehrfachrückständen. Auch während der Lagerung und / oder beim Transport können durch weitere Anwendungen bzw. auch durch den Kontakt mit kontaminierten Transportbehältern oder Förderbändern Rückstände entstehen. 2013 wiesen mehr als 79 Prozent der untersuchten Trauben mehr als einen Rückstand auf. Eine Beurteilung, ob von bestimmten Kombinationen mehrerer Rückstände größere Risiken ausgehen als von einzelnen Rückständen, ist fachlich noch nicht möglich. Konzepte zur routinemäßigen Berücksichtigung von Mehrfachrückständen sowohl in der Bewertung als auch bei der Festsetzung der Rückstandshöchstgehalte werden derzeit durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden der EU-Mitgliedstaaten entwickelt.

Kaum Funde von Schwermetallen

Neben Pflanzenschutzmittelrückständen werden Tafeltrauben im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung regelmäßig auf den Gehalt weiterer unerwünschter Stoffe untersucht, zum Beispiel die Schwermetalle Blei, Cadmium und Quecksilber. In den Jahren 2009 bis 2014 konnten bei 85 Prozent der auf Blei, bei 91 Prozent der auf Cadmium und bei 86 Prozent der auf Quecksilber untersuchten Tafeltraubenproben keine quantifizierbaren Gehalte dieser Schwermetalle ermittelt werden. Im Falle von Befunden oberhalb der analytischen Bestimmungsgrenze wurden die EU-weit für Tafeltrauben festgesetzten Blei-, Cadmium- und Quecksilber-Höchstgehalte (0,1 mg/kg, 0,05 mg/kg und 0,002 mg/kg) deutlich unterschritten.

Sulfite sind kennzeichnungspflichtig

Schwefeldioxid und Salze der schwefligen Säure (Sulfite, E 220-228) sind in Tafeltrauben wegen ihrer wachstumshemmenden Wirkung gegenüber Hefen, Pilzen und Bakterien als Konservierungsstoffe zugelassen. Sulfite können bei einigen Menschen zu Unverträglichkeitsreaktionen führen. Daher unterliegen diese Stoffe nach der EU-Lebensmittelinformationsverordnung einer Kennzeichnungspflicht. Die Kennzeichnung von Sulfiten muss auch auf lose angebotener Ware angegeben werden, jedoch erst ab einer Konzentration von 10 mg Schwefeldioxid je kg Trauben.

Wie jedes frische Obst und Gemüse sollten Tafeltrauben aus hygienischen Gründen vor dem Verzehr unter fließendem Wasser abgewaschen werden. Das reduziert auch noch einmal eventuell vorhandene Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Außerdem empfiehlt es sich, Tafeltrauben auf Anzeichen für Schimmelbefall zu prüfen und befallene Früchte auszusortieren.

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