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Pflanzenschutzmittel Erfreulich: Nur wenige belastete Tafeltrauben gefunden

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Trauben sind empfindliche Kulturen. Sie können von einer ganzen Reihe von Schadorganismen befallen werden. Deshalb werden sie in der Regel mehrfach mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Erfreulicherweise kommt es bei Tafeltrauben jedoch kaum noch zu Überschreitungen der gesetzlichen Höchstgehalte für Pflanzenschutzmittelrückstände, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nun veröffentlicht. Bei importierten Trauben sollte aber genauer auf das Herkunftsland geachtet werden.

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Bel lediglich 1,3 Prozent aller untersuchten Trauben wurden in 2013 und 2014 die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgehalte für Pflanzenschutzmittelrückstände überschritten.
Bel lediglich 1,3 Prozent aller untersuchten Trauben wurden in 2013 und 2014 die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgehalte für Pflanzenschutzmittelrückstände überschritten.
(Bild: Fotolia.com/Andrew Hagen)

Berlin – In den vergangenen beiden Jahren (2013 und 2014) wurden im Rahmen der Nationalen Berichterstattung zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln lediglich bei 1,3 Prozent aller untersuchten Trauben die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgehalte für Pflanzenschutzmittelrückstände überschritten. In 11,4 Prozent der untersuchten Tafeltrauben waren gar keine Rückstände festzustellen. 2005 wurden noch bei 5,6 Prozent der untersuchten Trauben Rückstände über den vorgeschriebenen Rückstandshöchstgehalten gefunden.

Die Überschreitung des Rückstandshöchstgehalts bedeutet nicht zwangsläufig eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher. In aller Regel können erst sehr viel höhere Konzentrationen die Gesundheit schädigen. Ob die gefundene Menge gesundheitsschädlich ist, muss im Einzelfall von den Überwachungsbehörden der Länder bewertet werden.

Unterschiede zwischen Herkunftsländern

Betrachtet man die Herkunftsländer, stellt sich die Rückstandssituation unterschiedlich dar. Bei südafrikanischen Trauben lag die Quote der Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen schon immer sehr niedrig (seit 2005 zwischen 0 und 1 Prozent). Bei italienischen, griechischen und spanischen Trauben hat sich die Situation in den vergangenen Jahren verbessert. Lagen die Überschreitungsquoten 2005 noch bei 8,2 Prozent (Spanien), 7,3 Prozent (Griechenland) bzw. 3,3 Prozent (Italien), traten 2013 gar keine (Griechenland und Spanien) oder nur in Einzelfällen (Italien: 0,8 Prozent) Überschreitungen auf. In türkischen Trauben dagegen werden noch relativ häufig Rückstandshöchstgehalte überschritten (2013: 7,7 Prozent). Allerdings hat sich auch hier die Situation verbessert. 2005 waren es noch rund 21 Prozent.

In biologisch erzeugten Tafeltrauben wurden seltener Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. 44 Prozent der 2013 untersuchten Proben waren rückstandsfrei. Keine Probe musste wegen einer Rückstandshöchstgehaltsüberschreitung beanstandet werden.

Die Proben der Nationalen Berichterstattung zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln werden nicht repräsentativ gezogen, sondern risikoorientiert. Das heißt, dass Lebensmittel, die in der Vergangenheit auffällig geworden sind, häufiger und mit höheren Probenzahlen untersucht werden als solche, bei denen aus Erfahrung keine erhöhten Rückstandsbelastungen zu erwarten sind. Deshalb kann man aus den genannten Zahlen nicht auf die Belastung der Gesamtheit der Tafeltrauben schließen.

Viele Schädlinge bei Weinreben

Mehltaupilze, der Grauschimmelpilz, die Reblaus, die Traubenwickler, Spinnmilben und viele Schadorganismen mehr können Weinreben schädigen. Sowohl im konventionellen als auch ökologischen Anbau kommen daher Pflanzenschutzmittel zum Einsatz. Im ökologischen Weinbau werden meist Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die seit über 100 Jahren verwendet werden (z. B. schwefel- und kupferhaltige Mittel). In anderen Weinbausparten wird zusätzlich ein breites Spektrum chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel eingesetzt. So wird bei den Rückstandsuntersuchungen besonders häufig der Wirkstoff Folpet gefunden, ein im Weinbau zugelassenes Fungizid.

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