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ERC-Pionierforschung Europäische Forschungsprojekte: Deutschland besonders stark in Bio-, Natur- und Ingenieurwissenschaften

Quelle: Pressemitteilung

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Deutsche Forschungsprojekte in den Biowissenschaften sowie den Natur- und Ingenieurwissenschaften waren in den vergangenen Jahren besonders erfolgreich bei der Finanzierung durch den Europäischen Forschungsrat. Das geht aus einer Analyse von Forschungsprojekten aus dem Zeitraum 2014 bis 2020 hervor.

Zwischen 2014 und 2020 hat der ERC insgesamt 6707 Forschungsprojekte im Wert von 13,3 Milliarden Euro finanziert.
Zwischen 2014 und 2020 hat der ERC insgesamt 6707 Forschungsprojekte im Wert von 13,3 Milliarden Euro finanziert.
(Bild: ERC )

Zwischen 2014 und 2020 hat der Europäische Forschungsrat (ERC) insgesamt 6707 Forschungsprojekte im Wert von 13,3 Milliarden Euro finanziert. Von den analysierten ERC-Projekten werden etwa ein Drittel einen Beitrag zur Gesundheitspolitik leisten, u. a. in den Bereichen Krebs-, Gehirn- und Geistesforschung. Eines von zehn Projekten befasste sich mit Problemen im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel, die Hälfte davon im Bereich der künstlichen Intelligenz. Schließlich wurden 14 % als relevant für die Klimapolitik und umweltfreundliche Lösungen eingestuft. Deutschland war hier insbesondere in den Bio-, Natur- und Ingenieurwissenschaften stark vertreten.

In der Neurowissenschaft konnten beispielsweise 65 Projekte aus Deutschland gefördert werden, in der Immunitäts- und Infektionsforschung 54, in der Elementarteilchenphysik 81 und in der synthetischen Chemie 82 Projekte. Viele der ERC-geförderte Projekte waren an Max Planck Instituten, Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, aber auch an Universitäten wie der TU München und der Universität Münster angesiedelt.

Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, sagte: „Wir sehen nicht nur, dass die ERC-Geförderten die Grenzen des Wissens erweitern, sondern die Studie zeigt auch, dass dieses Wissen uns helfen kann, den Europäischen Grünen Deal, EU4Health und andere wichtige Initiativen zum Erfolg zu führen.“ ERC-Präsidentin Maria Leptin fügte hinzu: „Dieser Bericht widerlegt erneut die Ansicht, dass man den Forschern sagen muss, was sie zu tun haben, weil sie sich sonst nicht mit praktischen Fragen und dringenden Problemen befassen. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt! Ein beeindruckendes Drittel unserer Projekte trägt zur Gesundheitspolitik bei. Viele sind von großer Bedeutung für Nachhaltigkeit und digitale Lösungen. Meine Botschaft an alle forschungspolitischen Entscheidungsträger lautet daher: Vertrauen Sie den Forschern und geben Sie ihnen die Mittel, um ihre besten Ideen zu verfolgen! Das ist die beste Investition in unsere Zukunft.“

Die Studie – „Mapping of ERC Frontier Research“ (Kartierung der ERC-Pionierforschung) zeigt die große Vielfalt der geförderten Forschung, neu entstehende Wissenschaftsbereiche, neue Methoden und interdisziplinäre Verbindungen zwischen den von den ERC-Geförderten behandelten Forschungsproblemen. Auch die Verteilung der Projekte in Europa wird deutlich: So wurden im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden zusammen 40 % aller Projekte in den Sozial- und Geisteswissenschaften durchgeführt. Einige Länder schneiden in bestimmten Bereichen sehr gut ab, z. B. werden 21 % aller Projekte in der Mathematik in Frankreich und 31 % der Projekte in Polen in den Computerwissenschaften und der Informatik durchgeführt.

In den Datenblättern werden die häufigsten Disziplinen (z. B. Zellbiologie oder Wirtschaftswissenschaften), vorherrschende Themen (z. B. Algorithmenentwicklung und kulturelles Erbe) und neue Methoden oder Instrumente (z. B. im Bereich der computergestützten Modellierung und Simulationen bei der computergestützten Proteinvorhersage) vorgestellt.

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