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Forscher verfolgen Spur antibiotikaresistenter Keime im Wasserkreislauf

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Flugzeugtoiletten als Reservoir

Die Untersuchung von Flugzeugabwässern zeigte dort eine außerordentliche Vielzahl unterschiedlicher Resistenzgene, weswegen einer guten Toilettenhygiene in Flugzeugen offensichtlich eine bislang unterschätzte Bedeutung zukommt.

Entfernen Kläranlagen antibiotikaresistente Keime?

Die konventionelle Abwasserklärung führte zu einer sehr starken Reduktion der Bakterien, es wurden aber nie alle Mikroorganismen entfernt. Untersuchungen von zusätzlichen Abwasserbehandlungsverfahren ergaben, dass es sich bei der Ultrafiltration um die effizienteste Methode handelt, die nahezu 100 Prozent aller resistenten Bakterien zurückhält. Andere getestete Methoden waren nicht ganz so effektiv (Ozonierung, UV etc.) und ermöglichen eine Vermehrung mancher überlebender Erreger.

Die Ergebnisse von HyReKA fließen in neue Empfehlungen und Richtlinien ein, um die weitere Belastung durch Antibiotika-Resistenzen in Abwässern deutlich zu senken. Das Umweltbundesamt prüft zum Beispiel die Ergebnisse des Projektes dahingehend, inwieweit Regelungen für die Abwasseraufbereitung erforderlich sind. Bundesministerin Anja Karliczek stellt hierzu fest: „Wasser ist unsere Lebensgrundlage. Das Forschungsprojekt HyReKA trägt dazu bei, die hohe Wasserqualität in Deutschland zu schützen. Dank HyReKA können wir besser verstehen, wie Antibiotikaresistenzen über das Abwasser in unsere Gewässern gelangen. Dieses Problem kann nun angegangen werden, denn das Projekt liefert auch die technischen Lösungen dafür. Für Krankenhäuser werden beispielsweise neue Hygieneanforderungen für die Abwasserentsorgung entwickelt. So kann die Belastung mit multiresistenten Erregern in Gewässern deutlich gesenkt werden.“

Zahlreiche Partner beteiligt

Zu den Forschungspartnern des Verbundprojektes HyReKA zählen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Institut für funktionelle Grenzflächen und dem Institut für Mikrosystemtechnik, das Universitätsklinikum Bonn mit dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit (IHPH) und dem Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie (IMMIP), die Universität Bonn mit dem International Food Net Center (FNC) und den Fokusgruppen Food Waste und One Health, die Technische Universität Dresden mit dem Institut für Hydrobiologie, die RWTH Aachen mit dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft, das Umweltbundesamt (UBA), das Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe (TZW) und kommunale Partner wie der Erftverband Bergheim, der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV), der Zweckverband Klärwerk Steinhäule und der Industriepartner XYLEM Services GmbH.

Das Vorhaben wurde in den vergangenen drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Informationen zu HyReKA und zur Abschlusskonferenz finden Sie hier. www.hyreka.net

* J. Seiler: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 53115 Bonn

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