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Frauen in MINT-Fächern Über ein Drittel der neuen MINT-Studierenden ist weiblich

Quelle: Pressemitteilung Destatis Statistisches Bundesamt 2 min Lesedauer

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Studienfächer aus dem Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) gelten klassischerweise als männlich dominiert. Dass sich das ändert – wenn auch langsam – zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes. Demnach ist bereits jede dritte Einschreibung im MINT-Bereich auf eine Studentin zurückzuführen.

Frauen in MINT-Studienfächern sind längst keine Ausnahme mehr (Symbolbild).(Bild:  frei lizenziert, ThisisEngineering RAEng / Unsplash)
Frauen in MINT-Studienfächern sind längst keine Ausnahme mehr (Symbolbild).
(Bild: frei lizenziert, ThisisEngineering RAEng / Unsplash)

Ob IT-Expertinnen oder Ingenieure – Fachkräfte in den so genannten MINT-Berufsgruppen werden gesucht. Trotz der guten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt entscheiden sich Frauen nach wie vor seltener für ein Studium in einem MINT-Fach als Männer. Immerhin: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Frauenanteil im ersten Fachsemester im MINT-Bereich leicht gestiegen. Während er 2002 noch bei 31 % lag, erhöhte er sich 2022 auf 35 %.

Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen MINT-Fächern: Am höchsten war der Frauenanteil 2022 in Innenarchitektur (87 %), am niedrigsten in Fahrzeugtechnik (8 %). In Informatik lag der Frauenanteil unter den Studienanfängern im ersten Fachsemester bei knapp 23 %.

Blickt man auf die Studierendenzahlen insgesamt (also nicht nur die MINT-Fächer) so beginnen mittlerweile mehr Frauen als Männer ein Studium: Im Studienjahr 2022 lag der Frauenanteil unter allen Studierenden im ersten Hochschulsemester bei gut 52 %.

Studienstarts in MINT-Fächern: weniger, und trotzdem mehr

Seit einigen Jahren ist ein leichter Rückgang bei der Zahl der Studienanfänger im MINT-Bereich zu verzeichnen. Im Studienjahr 2022 wählten gut 305.200 Studienanfänger im ersten Fachsemester ein MINT-Fach. Das waren 0,6 % weniger als im Vorjahr. 2017 hatten sich noch 351.400 Personen für MINT-Fächer entschieden. Der Rückgang in diesen Fächern fiel zuletzt allerdings niedriger aus als bei den Studienanfängern insgesamt. Dadurch ist der Anteil an MINT-Studienanfängern unter allen neuen Studierenden geringfügig gestiegen: 2022 lag er bei 38,3 %, im Jahr zuvor waren es 37,7 %. Das spricht für ein insgesamt weiter hohes Interesse an MINT-Fächern.

Zahl der MINT-Studierenden insgesamt gesunken

Durch die rückläufigen Zahlen bei den Studienanfängern sind auch die Zahlen der aktuell eingeschriebenen Studierenden im MINT-Bereich insgesamt zurückgegangen: Mit 1.078.000 lag die Studierendenzahl bei den MINT-Fächern im Wintersemester 2022/2023 um 1,2 % niedriger als im Vorjahr und um 2,2 % niedriger als im Wintersemester 2020/2021.

Den Verlauf der vergangenen Jahre visualisiert die folgende Grafik:

Vorreiter Chemie?

Dass MINT-Fächer heutzutage nicht mehr männerdominiert sein müssen, zeigt z. B. die Entwicklung der Studienanfänger im Fachbereich Chemie. Hier hat sich die Zahl der weiblichen und männlichen Studierenden im ersten Fachsemester zu einer nahezu 50:50-Verteilung angenähert. Bis sich diese Entweichung auch in den Abschlüssen und Berufsbildern durchsetzt, wird es allerdings noch dauern – und eine Parität bei den Studienanfängern ist gerade in den höheren akademischen Graden noch längst kein Garant für Chancengleichheit, wie auch der folgende Artikel veranschaulicht:

Methodische Hinweise: Die Ergebnisse zu Studierenden und Prüfungen an Hochschulen in Deutschland entstammen der amtlichen Hochschulstatistik. Um auch Fachwechsel zu erfassen, wurden hier überwiegend die Zahlen der Studierenden im 1. Fachsemester verwendet. Diese Zahlen sind deutlich höher als die der Anfänger und Anfängerinnen im 1. Hochschulsemester, die häufig in anderen Publikationen auftauchen.

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