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NIR-Spektroskopie

Futterhersteller kontrolliert Prozesse zeitnah mit NIR-Technik

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Überwachung in Echtzeit durch NIR-Technik

Auch bei der Qualitätskontrolle ist Austing auf technisch neuestem Stand und nutzt mit den Industriespektrometern des Unternehmens NIR-Online ein System, das eine lückenlose Prozessüberwachung in Echtzeit ermöglicht. Mit der Entwicklung dieses Systems verhalf NIR-Online vor mehr als zehn Jahren dieser Technik zum Durchbruch. Seit Anfang 2014 gehört das Unternehmen zur Büchi-Gruppe.

Das Austing Mischfutterwerk schaffte die NIR-Online-Spektrometer im Rahmen eines Forschungsprojekts an, das es mit der Universität Bremen zur Verbesserung der Energieeffizienz durchführt. „Mischfutter wird heute nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen hergestellt und kann in unserem Betrieb aus bis zu 15 Komponenten bestehen, je nach Bedarf und Leistung der Nutztiere“, erläutert Firmenchef Bernhard gr. Austing. „Nur wenn die Mischungen den Rezepturvorgaben entsprechen, ist sichergestellt, dass die Tiere optimal ernährt werden.“

Obwohl Austing auch zuvor umfassende Qualitätskontrollen betrieb, eröffnen die NIR-Online-Spektrometer eine neue Dimension. Dazu Geschäftsführer Andreas Robke: „Beim Rohwareneingang konzentrierten wir uns bisher auf Durchschnittsmuster und entnahmen im Produktionsverlauf den Mischungen immer wieder punktuelle Proben, die aber nur mit erheblichen Zeitverzögerungen in einem externen Labor ausgewertet werden konnten.“ Mit der NIR-Online-Technik hingegen lässt sich eine zeitnahe Transparenz über die Zusammensetzung der Produkte gewinnen. Dazu hat Austing je ein Industriespektrometer in der Rohwaren-Annahme sowie nach den Misch- und Pelletierprozessen installiert. Gemessen wird, welchen Gehalt an Feuchtigkeit, Fett, Rohasche, Stärke und Proteinen die einzelnen Produkte haben.

Die NIR-Online-Messungen erfolgen in einem Bypass an den Förderanlagen. Dabei ist jede Bypass-Leitung mit einem Sichtfenster versehen, durch die die vorbeifließenden Rohwaren, Mischungen und Pellets permanent mit Licht im Bereich des Nahen Infrarots (NIR) bestrahlt werden. Das von den Produkten reflektierte Licht wird von einem Dioden Array-Spektrometer parallel ausgelesen. Je nachdem, welche Konzentration die Parameter in den Rohstoffen und Futtermischungen haben, ändert sich die Absorption des zurückgeworfenen Lichts. Da alle 30 Millisekunden eine Messung erfolgt, erhält Austing für jede Charge hunderttausende Messwerte. Diese Werte werden von der Prozesssoftware SX-Center, die sich in der Schaltwarte des Mischfutterwerks befindet, online ausgewertet und auf Monitoren als Kurve dargestellt. So kann der zuständige Mitarbeiter zeitnah erkennen, wenn Sollwerte über- oder unterschritten werden.

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