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Future Insight Prize 2026 300.000 Euro für neue Wege im Gesundheitsmonitoring

Quelle: Pressemitteilung Merck KGaA 3 min Lesedauer

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Für seine Forschung an optoakustischer Bildgebung hat Vasilis Ntziachristos den Future Insight Prize 2026 von Merck erhalten. Die Auszeichnung würdigt seine Fortschritte bei der nicht-invasiven Messung von Mikrozirkulation, Sauerstoffversorgung und Stoffwechselaktivität – eine prägende Entwicklung für das Gesundheitsmonitoring.

Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, Preisträger des Future Insight Prize 2026(Bild:  Merck KGaA)
Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, Preisträger des Future Insight Prize 2026
(Bild: Merck KGaA)

Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck hat am 23. Juni den Future Insight Prize 2026 an Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos vergeben. Ntziachristos ist bei Spear tätig, einem Unternehmen für optische und optoakustische Bildgebungsverfahren, das als Ausgründung des Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München (TUM) entstanden ist. Neben seiner Unternehmenstätigkeit leitet der Forscher außerdem den Lehrstuhl für Biologische Bildgebung der TUM und ist Direktor des Biogengineering Centers und des Instituts für Biologische und Medizinische Bildgebung (IBMI) am Helmholtz Zentrum München.

Die mit 300.000 € dotierte Auszeichnung würdigt Ntziachristos‘ Pionierarbeit im Bereich der nicht-invasiven und kontinuierlichen Erfassung von humanbiologischen Gesundheitsparametern.

Neuer Ansatz zur Messung von Gesundheitsindikatoren gewürdigt

„Mit der diesjährigen Preisvergabe an Vasilis Ntziachristos wollen wir einen Wissenschaftler würdigen, der einen gänzlich neuen Ansatz zur Messung von Gesundheitsindikatoren vorangetrieben hat“, kommentierte Kai Beckmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und Group CEO von Merck. Mit seiner Pionierarbeit verbinde Ntziachristos Licht und Schall auf einzigartige Weise und schlage damit ein neues Kapitel im Bereich der Möglichkeiten der Sensorik auf. „Dieser Ansatz wird unser Verständnis der biologischen Vorgänge im menschlichen Körper maßgeblich erweitern und uns potenziell ermöglichen, frühe Stoffwechselveränderungen bereits vor dem Auftreten von Symptomen zu erkennen“, ordnet Beckmann ein. „Bei Merck verfolgen wir dieselbe Zielsetzung: Wissenschaft und Technologie auf bislang beispiellose Weise zu verknüpfen, um neue Anwendungen für die Praxis zu entwickeln.“

Indem wir die Sensitivität, Qualität und Dimensionalität von nicht-invasiven Messverfahren erweitern, wollen wir eine frühzeitigere Erkennung von Krankheiten sowie wirksamere Therapien und bessere Behandlungsergebnisse für die Patienten möglich machen.

Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, Direktor des Institute of Biological and Medical Imaging (IBMI)

Smarter Gesundheitssensor der Zukunft

Ntziachristos hat mit seiner Arbeit grundlegende Fortschritte im Bereich der biomedizinischen Bildgebung erzielt. Sein Einsatz von optoakustischen Technologien, die Licht und Schall kombinieren, um Gewebestrukturen und -funktionen mit beispielloser Auflösung und Tiefenschärfe darzustellen, macht den entscheidenden Unterschied. Im Gegensatz zu herkömmlichen optischen Erfassungsmethoden ermöglichen optoakustische Verfahren eine direkte Messung von biologischen Signalen wie Mikrozirkulation, Sauerstoffversorgung und Stoffwechselaktivität. Dies ermöglicht die nicht-invasive Überwachung einer Vielzahl von biologischen Prozessen, die über Gesundheit oder Krankheit bestimmen, und soll die grundlegenden Einschränkungen heutiger Methoden beheben.

Mit der Anwendung dieser Forschungsfortschritte auf Sensortechnologien zielt das geförderte Forschungsprojekt darauf ab, eine neue Klasse von Systemen für das Gesundheitsmonitoring zu entwickeln, mit denen mehrere Biomarker gleichzeitig und kontinuierlich über einen längeren Zeitraum erfasst werden können.

Zum Future Insight Prize

Seit 2018 würdigt der Future Insight Prize herausragende Wissenschaftler, deren Arbeit das Potenzial hat, bahnbrechende Innovationen zum Wohle der Menschheit zu ermöglichen. Der Schwerpunkt des nächsten Future Insight Prize 2027 wird das visionäre Ziel eines KI-gestützten Roboter-Wissenschaftlers sein, also eines vollständig autonomen Systems, das mithilfe von Selbstlernzyklen eigenständig Hypothesen aufstellen, Versuche durchführen oder die Wirkstoffsuche beschleunigen kann.

Vorschläge für herausragende Kandidaten für den Future Insight Prize 2027 können von Mitgliedern der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft per E-Mail (futureinsightprize@merckgroup.com) an die Jury eingereicht werden. Die Auszeichnung wird im Rahmen der in Heidelberg stattfindenden Curious2027 – Future Insight Conference verliehen.

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