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Bundesweite Infrastruktur
Angesichts steigender Lebenserwartung wird die Häufigkeit von Demenzerkrankungen weiter zunehmen. Denn das Risiko für eine Demenz steigt mit dem Alter. Ohne entscheidende Fortschritte bei Vorbeugung und Therapie könnte die Zahl der Betroffenen in Deutschland von derzeit etwa 1,5 Millionen auf rund zwei Millionen im Jahr 2025 anwachsen. Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2009 das DZNE gegründet. Bereits heute zählt es mit bundesweit neun Standorten und rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus über 50 Nationen zu den weltweit führenden Einrichtungen im Bereich der Demenzforschung. In Bonn, dem größten DZNE-Standort, arbeiten derzeit rund 450 Fachleute.
Das DZNE ist die einzige außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die sich Demenzerkrankungen in all ihren Facetten widmet: Dazu bündelt es Expertise aus Grundlagenforschung, Klinischer Forschung, Pflege- und Versorgungsforschung sowie der Populationsforschung (Bevölkerungsstudien) innerhalb einer einzigen Forschungseinrichtung.
Einblicke in verschiedene Forschungsbereiche
Diesen ganzheitlichen Ansatz präsentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DZNE dem Bundespräsidenten. Beim Besuch der klinischen Forschungsstationen ging es zum Beispiel um Studien zu Demenz und Parkinson, die in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Bonn durchgeführt werden, um Diagnose und Therapie zu verbessern.
Außerdem erhielt der Bundespräsident Einblicke in Themen der Grundlagenforschung wie der Erforschung von Krankheitsursachen. Vorgestellt wurden dem Bundespräsidenten auch die Aktivitäten des DZNE im Bereich der Versorgungsforschung und die Kooperationen mit Selbsthilfeorganisationen wie der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und mit der „Allianz für Menschen mit Demenz.“
Auf dem Programm stand zudem die „Rheinland Studie“ des DZNE, eine der weltweit größten Gesundheitsstudien. Ihr Ziel ist herauszufinden, welche Faktoren die Gesundheit von Erwachsenen bis ins hohe Alter beeinflussen. Dazu werden bis zu 30 000 Personen aus Bonn und Umgebung alle drei bis vier Jahre zu einer Bestandsaufnahme ihrer körperlichen und geistigen Fitness eingeladen – und idealerweise ein Leben lang begleitet.
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