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Proteinquantifizierung Geeignete Alternative zu Bradford- und Lowry-Assays

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Merck Millipore präsentiert ein neues infrarotbasiertes Spektrometriesystem für die schnelle und vereinfachte Proteinquantifizierung, das eine präzise, sequenzunabhängige Analyse ermöglicht und nur minimale Probenmengen erfordert. Nachteile traditioneller Proteinquantifizierungsmethoden wie Lowry- und Bradford-Assays sollen so umgangen werden.

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Nuno Goncalves, Product Manager Life Science, EMD Millipore präsentiert auf der Analytica 2012 das neue Direct Detect System zur Proteinquantifizierung.
Nuno Goncalves, Product Manager Life Science, EMD Millipore präsentiert auf der Analytica 2012 das neue Direct Detect System zur Proteinquantifizierung.
(Bild: LABORPRAXIS)

Pünktlich zur Analytica 2012 hat Merck Millipore das neue Direct Detect System für die schnelle und vereinfachte Proteinquantifizierung auf den Markt gebracht. Das biomolekulare Quantifizierungssystem ermöglicht eine infrarotbasierte Messung von Amidbindungen in Proteinketten, einem intrinsischen Bestandteil jedes Proteins, und beruht nicht auf der Aminosäurezusammensetzung, den Farbstoffbindungseigenschaften oder dem Redox-Potenzial.

Auf UV-Vis-Spektroskopie basierte konventionelle Assays messen die Absorption durch die aromatischen Aminosäuren eines Proteins und sind daher nur von begrenztem Nutzen. „Das Direct Detect System zeichnet sich nicht nur durch seine analytische Leistung aus, sondern weicht auch stark von den traditionellen Anforderungen an die Probenvorbereitung ab, die für die biomolekulare Quantifizierung typisch sind. Nachdem die Proben auf Assaykarten aufgetragen wurden, können sie ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Ergebnisse bei Raumtemperatur aufbewahrt werden“, beschreibt John Sweeney, Leiter des Geschäftsfeldes Life Science bei Merck Millipore. „Ein weiterer bedeutender Vorteil gegenüber konventionellen Assays ist, dass die Direct Detect Kalibrationskurve nur einmal erstellt werden muss, was zusätzlich Zeit spart und die Anwendung erleichtert.“

Membrantechnologie für die schnelle und vereinfachte Probenvorbereitung

Das System verwendet eine hydrophile Polytetrafluorethylen(PTFE)-Membran, die im Großteil des infraroten Spektralbereichs transparent ist und auf die Biomoleküllösungen direkt aufgetragen werden können. Das System ermöglicht laut Hersteller eine allgemein anwendbare und schnelle Proteinquantifizierung in minimalen Probenmengen. Die Genauigkeit und Präzision des Systems sind vergleichbar mit Ergebnissen einer Aminosäureanalyse, die ein genauer Standard für die Quantifizierung, jedoch zeitaufwändig und oftmals kostspielig ist, betont Merck Millipore.

Da das System auf der IR-basierten Detektion von Biomolekülen beruht, können die Anwender eine genaue und reproduzierbare Proteinquantifizierung auch in Gegenwart von Reduktionsmitteln, Detergenzien und Puffern erzielen. Das System kann Proteinkonzentrationen zwischen 0,2 mg/ml und 5 mg/ml direkt sekundenschnell bestimmen, ohne eine bio- oder immunochemische Färbung zu erfordern.

Das System liefert darüber hinaus auch Informationen über andere Probenkomponenten, wie z.B. Lipide oder Nukleinsäuren.

Analytica: Halle A1, Stand 408

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