Gehörknöchelchen im Röntgenlicht (Wissenschaftsbild des Tages)
Auf dem Bild zu sehen sind aufgesteckte Ameisen aus Fiji, die Teil einer Museumsammlung sind. Im Rahmen einer Studie werden ihre Genome analysiert, um Veränderungen im Ökosystem zu identifizieren.
Wieso dies so wichtig ist? Insekten sind entscheidend für gesunde Ökosysteme, da sie bei Bestäubung, Zersetzung und Nährstoffzyklen eine zentrale Rolle spielen. Jedoch weisen jüngste Studien auf einen alarmierenden Rückgang ihrer Population hin. Wissenschaftler warnen daher vor der so genannten Insekten-Apokalypse.
Am Okinawa Institute of Science and Technology haben Forscher mithilfe einer genomischen Analyse antike Sammlungen von Ameisen auf den Fiiji-Inseln untersucht, um Biodiversitätstrends nachzuvollziehen.
Die Forschungsergebnisse zeigen, dass 79 Prozent der endemischen Ameisenarten seit der Ankunft des Menschen auf den Fiji-Inseln einen Rückgang erlebt haben. Neu eingeführte Arten hingegen verzeichnen einen deutlichen Anstieg ihrer Populationen.
Diese Forschung zeigt einmal mehr, wie wichtig die Erhaltung von Biodiversität für die globale Naturschutzarbeit ist. Dabei können auch Museumssammlungen eine wertvolle Datenquelle darstellen. Das Team plant, ähnliche Untersuchungen in Okinawa durchzuführen, um die Echtzeit-Biodiversität tropischer Insel-Ökosysteme besser zu verstehen und zu schützen.
Bildquelle: Peter Ginter „Pinned ant collection“, Museumsammlung von aufgesteckten Ameisen (CC BY 4.0)
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Wissenschaftsbild des Tages vom 18.9.2025 (Bild: Peter Ginter (CC BY 4.0))

