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Trockentoleranter Mais Gen schützt Mais vor Trockenheit

Redakteur: Olaf Spörkel

Monsanto und BASF konnten jetzt ein Gen identifizieren, das Mais vor Trockenheit schützt und bei unzureichender Wasserversorgung stabile Erträge sichern soll.

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St. Louis/USA, Ludwigshafen – Wissenschaftler von Monsanto und BASF haben ein Gen entdeckt, das es Maispflanzen ermöglicht, Trockenperioden besser zu überdauern und auch bei unzureichender Wasserversorgung stabile Erträge zu liefern.

Bei dem Gen handelt es sich nach Unternehmensangaben um das cspB-Gen, das aus dem Bakterium Bacillus subtilis stammt und für die Bildung eines RNA-Chaperons verantwortlich ist. Dieses Protein bindet an Ribonukleinsäuren und unterstützt deren Funktion. Es wurde in Bakterien gefunden, die extremer Kälte ausgesetzt waren. Weitere Untersuchungen zeigten, dass das cspB-Gen auch Pflanzen in Stresssituationen wie Trockenheit helfen kann. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, kann das cspB-Gen dafür sorgen, dass Maispflanzen auch bei länger andauernder, unzureichender Wasserversorgung wachsen und sich entwickeln. Herkömmliche Maispflanzen reagieren besonders empfindlich auf Trockenheit während des Kornansatzes.

Das Gen wird in der ersten Produktgeneration von trockentolerantem Mais eingesetzt und soll laut BASF Landwirten sichere Ernten ermöglichen, die infolge des Klimawandels von Wassermangel betroffen sind.

Dem Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zufolge sind künftig häufigere und längere Trockenperioden zu erwarten – insbesondere in Gegenden, die bereits jetzt stark von Trockenheit betroffen sind. Auch die US-amerikanische National Academy of Sciences warnte erst kürzlich vor zurückgehenden Ernteerträgen und weltweiter Nahrungsmittelknappheit als Folgen des Klimawandels.

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