Anbieter zum Thema
Welche anderen Materialien gibt es für die Schrauben?
All diese Probleme treten bei Verwendung von „Fingertight“-Schrauben aus PEEK nicht ein. Dabei ist es egal, ob diese mit angegossenem oder getrenntem Konus verwendet werden. Korrekterweise kann hier nicht von Schneidringen gesprochen werden, denn nur die Ferrules aus Edelstahl schneiden sich wirklich in die Kapillare ein. Die Variante aus PEEK hingegen drückt sich nur an. Aber das fällt schon fast unter Wortklauberei. Hauptsache das Endergebnis stimmt: Eine druckfeste Verbindung.
Wirklich druckfest ist eine PEEK-Verschraubung (Polyetheretherketon) aber nur bis ca. 300 bar. Manchmal mehr, aber auch manchmal weniger. Begrenzend sind hier zwei Faktoren: der Berstdruck der Kapillare selbst (abhängig vom Innendurchmesser der Kapillare) und die Ausdrückkraft, die die Kapillare aus dem Schneidring einfach herausdrückt. Letzteres lässt sich verhindern, indem man Edelstahl-Verschraubungen auf PEEK-Kapillaren benutzt. Der Stahl-Schneidring presst sich unlösbar fest, sodass nur noch der Berstdruck der Kapillare den möglichen Höchstdruck begrenzt.
Polyetherketone (PEK) sind gegen fast alle organischen und anorganischen Chemikalien beständig. Sie sind auch bis etwa 280 °C unempfindlich gegen Hydrolyse. Dieser Temperaturbereich ist für die HPLC aber nicht von Bedeutung. Materialschädigende Einflüsse sind für sie UV-Strahlung, konzentrierte Salpetersäure oder allgemein saure, oxidierende Bedingungen und einige Halogenkohlenwasserstoffe.
* W. Röpke: Techlab GmbH, 38118 Braunschweig
(ID:42228104)

